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13.12.2012

19:39 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Fiskalklippe verdirbt Börsianern die Laune

US-Präsident Obama läuft die Zeit davon. Ohne eine Einigung im Haushaltsstreit droht der größten Volkswirtschaft der Welt der wirtschaftliche Abgrund. Die Unsicherheit sorgt bei unseren Redakteuren weiter für Zurückhaltung.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Die drohende Fiskalklippe in den USA verhagelt den Börsianern zusehends die Laune. Es sieht immer mehr danach aus, dass Republikaner und Demokraten vor Weihnachten keinen Kompromiss finden werden. Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Und wenn Anleger eins nicht mögen, dann ist das Unsicherheit. Da verpufft dann auch die Ankündigung der US-Notenbank Fed, mit einer weiteren Geldspritze die US-Konjunktur ankurbeln zu wollen.

Am Donnerstag waren erst mal Gewinnmitnahmen angesagt. Allerdings hat der Dax in den vergangenen vier Wochen um rund 700 Zähler zugelegt, da ist ein kleiner Kursrücksetzer zu verkraften.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen neuen Etat verständigen, könnte es allerdings ungemütlich werden an den Märkten. Denn dann drohen zum Jahreswechsel automatische Ausgabenkürzungen. Außerdem laufen Steuererleichterungen aus. Experten fürchten, dass die weltgrößte Volkswirtschaft über diese sogenannte „Fiskalklippe“ in die Rezession stürzen könnte.

Aber so weit ist es ja noch nicht. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich hoffe darauf, dass die US-Politiker sich noch einigen und der US-Wirtschaft – und damit den Märkten – das Schlimmste erspart bleibt.

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Kommentare (1)

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Hopfen_und_Malz

14.12.2012, 12:27 Uhr

"Es ist verdammt schwer, außerhalb der eigenen Kernkompetenz Erfolg zu haben. Möglicherweise gilt das aber auch ..."
... für Journalisten?

Ansonsten vermisse ich die aus den Überlegungen folgenden Aktionen. Gewinnrealisierung? Oder doch Zukäufe? Merke: Nur schwätzen bringt gar nix.

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