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29.09.2013

14:10 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Fünf-Prozent-Hürde übersprungen

Der Haushaltsstreit in den USA, der Koalitionspoker in Berlin und das Regierungschaos in Italien - das alles ist Gift für den Dax. Unsere Experten bleiben dennoch zuversichtlich.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Woran FDP und AfD am Sonntag vergangener Woche gescheitert sind, hat mein gesamtes Depot geschafft: Dem gelang der Sprung über (Rendite-)Hürde von fünf Prozent. Der Zuwachs liegt zum einen an der positiven Entwicklung der Aktie Telekom Austria, zum anderen an der Struktur der vielen Bonuszertifikate im Depot.

In Seitwärtsphasen gewinnen diese Produkte an Wert, weil die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass bis zum Ende der Laufzeit die Barriere gerissen wird. Denn falls diese Barriere während der gesamten Laufzeit niemals berührt oder unterschritten wird, erhalte ich bereits die Bonusrendite. 

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dabei ist mein Versuch, innerhalb des Aufwärtstrends beim Dax von fallenden Kursen einer Einzelaktie zu profitieren, misslungen. Das Reverse-Bonuszertifikat auf die Deutsche Lufthansa habe ich mit einem Verlust von 191 Euro inklusive Transaktionskosten verkauft. Reverse-Bonuszertifikate steigen an Wert, wenn die Aktie fällt.

Bei diesem Produkt hatte ich von vornherein den Verlust auf maximal 225 Euro begrenzt. Nur wenn die Aktie der Deutschen Lufthansa bis zum Ende des Jahres um weitere 57 Prozent auf über 23 Euro gestiegen wäre, wäre der Verlust größer gewesen. Das Geld aus dem Verkauf werde ich in den nächsten Tagen erneut investieren.

Kommentare (3)

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Keep_it_Simple

29.09.2013, 19:00 Uhr

Ganze 5% - Chapeau! Sicherlich besser als jedes Tagesgeldkonto.

Ein simpler, kostengünstiger ETF auf den Dax hätte in der selben Zeit ganz stressfrei ungefähr das Dreifache gebracht. Ein ETF auf den MSCI World oder S&P 500 sogar noch mehr.

Von daher, vielen Dank für den erneuten Nachweis, dass das ganze Hin- und Her nichts bringt und man eh nicht schlauer ist als der Markt.

Rechner

29.09.2013, 23:41 Uhr

O-Ton Oliver Stock
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Ich möchte es Ihnen möglichst leicht machen, Ihre Meinung hier niederzuschreiben, denn wir bei Handelsblatt Online sehen uns als Plattform für Diskussionen.
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Wirklich?

Und deshalb sind wohl bei den Artikeln "Rechtsruck in Österreich", "Rechtsruck als Weckruf" und "Unsere rechten Nachbarn" die Komnmentarfunktionen abgeschaltet worden.

Selten so gelacht.

Offensichtlich werden unliebsame Kommentare befürchtet - und schon ist Schluß mit der "Plattform für Diskussionen".

...

Ich verstehe ja, daß Sie nicht von den Schergen des BRD-Regimes ins Gefängnis geworfen werden wollen wie der Journalist Axel Möller, der wegen der Veröffentlichung verbotener Meinungen und Leserkommentare zu 30 Monaten verurteilt wurde.

Aber dann sollten Sie die Einschränkungen unter der Sie in der BRD arbeiten müssen auch wenigsten offen zugeben.

Jorge

30.09.2013, 00:27 Uhr

Bonus-Zertifikate, Sprintzertifikate, wenn es so läuft,profitiere ich soundso, wenn es anders läuft, bin ich da und da abgesichert - also ich weiß nicht.

Nach einigen Jahrzehnten Gedanken über Aktien halte ich es lieber simpel:
Nur Aktien.
Teuer kaufen - noch teurer verkaufen.

Ein Beispiel? Konto eröffnet am 16.Juli 2013;
Gewinn bisher: 36%. Nur mit Werten aus HDax.
So geht´s doch auch!

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