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23.04.2013

20:55 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Geldregen für die Aktionäre

Im Frühling beginnt die schönste Zeit für Aktionäre: die Dividenden-Saison. Nach ersten Ausschüttungen erwarten viele Anleger ein Rekordjahr. Nur unsere konservative Anlegerin kann davon leider nicht profitieren.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Es soll dieses Jahr einen „warmen Geldregen“ für Aktionäre geben, heißt es: Nach einer Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und des Deutschen Instituts für Portfolio-Strategien (dips) werden die deutschen Aktiengesellschaften 2013 insgesamt 36,7 Milliarden Euro an ihre Anteilseigner auszahlen, über fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Doch trotz des vorhergesagten üppigen Niederschlags ist über mein Depot bisher allenfalls ein kurzer Nieselregen gezogen: Bescheidene 19 Euro habe ich für meine Henkel-Aktien eingebucht bekommen.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da rächt es sich, dass ich zu vorsichtig war und nicht mehr Aktien des Konsumgüterherstellers gekauft habe – zumal der Kurs seit meinem Einstieg um mehr als 14 Prozent gestiegen ist. Die Gewinnbeteiligungen der beiden Pharmakonzerne Novo Nordisk und Novartis fallen stärker ins Gewicht; beide haben mir zusammen gut 270 Euro überwiesen. Noch höhere Ausschüttungen gab es bei meinem ETF auf den MSCI Europe, hier bekam ich bislang 240 Euro. Reich werde ich mit meinen Dividenden also nicht – aber noch ist die Dividendensaison nicht zu Ende.

Unter anderem erwarte ich noch von Telefonica Deutschland eine Überweisung. Die Titel haben gestern zwar nachgegeben, aber insgesamt ist der Kurs seit meinem Einstieg kräftig gestiegen. Aber auch hier habe ich den gleichen Fehler wie bei Henkel begangen: Ich habe wenig investiert. Somit ist leider auch hier kein dicker Dividendenscheck zu erwarten.

Kommentare (2)

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all_eggs_in_one_basket

23.04.2013, 22:06 Uhr

Alles in den ETF auf den MSCI World von Frau Schwarzer gesteckt (mir gefällt die voll-replizierte Version der Konkurrenz besser) und es wäre ein dickes Plus von 10,4% bisher herausgekommen. Stressfrei und kostengünstig dazu.

ArthurDent

24.04.2013, 10:47 Uhr

Tja, Frau Leitel, der entscheidende Grundsatz, um aus einem Niesel- einen Starkregen zu machen : Klotzen, nicht kleckern. Das in Verbindung mit der wichtigsten Buffet-Regel "Wenn man nicht bereit ist, eine Aktie 10 Jahre zu halten, sollte man sie nicht einmal 10 Minuten halten", ist der Schlüssel zum Erfolg.

Institutionelle Investoren können sich daran meistens nicht orientieren. Doch das sind Sie ja auch nicht!!!

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