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19.12.2012

20:19 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Geschenke statt Aktien

Wie viele Anleger kaufen auch die Handelsblatt-Redakteure in der vorweihnachtlichen Zeit lieber Geschenke als Aktien. In ihren Depots geht es in den letzten Handelstagen des Jahres 2012 dementsprechend ruhig zu.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

„Meine“ SAP-Aktie wurde am Mittwoch von Oracle mit nach oben gezogen. Der US-Rivale hat im vergangenen Quartal 17 Prozent mehr Firmensoftware verkauft als ein Jahr zuvor und vermeldete einen Gewinnsprung von 18 Prozent. Die Geschäftszahlen seien ein positives Zeichen für den gesamten Technologiesektor, sagte FRB-Capital-Markets-Analyst Daniel Ives der Nachrichtenagentur Reuters: „Ich würde es ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk nennen.“

Einige Investoren hatten befürchtet, dass sich die Unternehmen in den USA und anderen Regionen der Welt wegen der unsicheren Wirtschaftslage mit dem Kauf neuer Software-Lizenzen zurückhielten. Diese Bedenken wischte Oracle-Finanzchefin Safra Catz beiseite: „Ich kann Ihnen sagen, dass unsere Kunden bei uns im Dezember Geld ausgegeben haben.“ Die Geschäftswelt sei „keinesfalls zum Stillstand gekommen“. Eigenen Aussagen zufolge hat Oracle auch in Europa SAP zuletzt Marktanteile abgejagt. Allerdings behauptete SAP im Gegenzug, im zurückliegenden Sommerquartal schneller als Oracle gewachsen zu sein.

Schon seit Jahren liefern sich die beiden Softwarehersteller eine erbitterte Schlacht, selbst vor Gericht. Der Gewinner am Mittwoch war aber (leider) Oracle: Mit einem Kursplus von knapp einem Prozent hinkte die SAP-Aktie dem Rivalen hinterher. Aber immerhin: Es geht aufwärts, und das auch für mein Depot.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

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