Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.10.2013

18:11 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Geschichte, die sich wiederholt

Für Handelsblatt-Redakteur Jürgen Röder ist klar: Die Kurse steigen derzeit, weil Investoren auf eine Last-Minute-Einigung im US-Haushaltsstreit setzen. Doch das bevorstehende Ende des Streits könnte negative Folgen haben.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Wiederholt sich die Geschichte? Diese Frage sollten sich Anleger bei dem aktuellen US-Haushaltsstreit stellen. Meiner Meinung nach steigen die Kurse derzeit, weil die Investoren wissen, dass sich die Politiker in letzter Minute einigen werden, um so die drohende Pleite abzuwenden. Vermutlich werden sich beide Parteien auf höhere Schulden einigen, um die Konjunktur weiter anzukurbeln.  Dabei haben die USA bereits jetzt schon ein großes Schuldenproblem.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch falls sich Geschichte wiederholt, wäre die Einigung möglicherweise der Startschuss für eine ausführliche Korrektur. Das war zumindest im August 2011 so. Damals startete der Dax während des US-Haushaltsstreits eine Sommerrally. Als sich in letzter Minute Demokraten und Republikaner einigten, war diese Rally jäh zu Ende. Der Dax fiel anschließend um 25 Prozent.

Geschichte muss sich nicht wiederholen. Doch das bevorstehende Ende des US-Haushaltsstreit ist ein Warnsignal für die Börsen.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

KLARSEHER

03.10.2013, 23:44 Uhr

Ich habe schon vor kurzer Zeit in einem Kommentar geschrieben, dass Wirtschaftswachstum nur auf Pump erfolgen kann. Das ist eine furchtbare Zeitbombe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×