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01.01.2013

14:37 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Gestürzt, aber nicht gefallen

Die USA sind rein technisch betrachtet über die Fiskalklippe gestürzt, aber wohl nur kurzfristig. Das hebt die Stimmung an der Wall Street. Bei unseren Handelsblatt-Redakteuren überwiegt allerdings noch die Skepsis.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

In den USA ist ein insgesamt doch noch erfreuliches Börsenjahr zu Ende gegangen. Der S&P 500 hat im Jahr 2012 um 13 Prozent im Jahr zugelegt, der Dow Jones um knapp sieben Prozent, der Nasdaq-Index für die Tech-Werte um fast 16 Prozent.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Am allerletzten Tag half die aufkeimende Hoffnung auf eine Einigung im Streit über die Finanzpolitik den amerikanischen Aktien in den grünen Bereich - und meinem Depot zu einem Plus seit Anfang November von fast vier Prozent (ohne den Barbestand gerechnet). In den Kursen kommt zum Ausdruck, dass die US-Wirtschaft 2012 ihr Tief offenbar überwunden hat: Die Immobilienmarkt, legte wieder zu, zuletzt gab es auch positive Signale vom Arbeitsmarkt.

Die Grundstimmung der Investoren kann man so beschreiben: Wenn die Politik nicht stört, kann es noch eine Weile bergauf gehen. Dabei spielt die Notenbank-Politik eine wichtige Rolle. So lange die Fed weiter US-Anleihen kauft, muss der Staat nicht wirklich sparen. Das verheißt langfristig nichts Gutes, hilft aber kurzfristig, die staatliche Nachfrage aufrecht zu erhalten und die Konjunktur zu stützen. Und nach Meinung vieler Investoren wird das Geld drucken auch keine breite Inflation auslösen, sondern eher eine Vermögensinflation - also weiter steigende Kurse.

Anders gesagt: Ein bisschen bewegen wir uns 2013 mit dem Aktienmarkt in eine Blase hinein.

Kommentare (1)

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pedrobergerac

02.01.2013, 01:39 Uhr

Das geht auch ohne Fiskalklippe.

Frage an den Bund der Steuerzahler

Bei der genauen Betrachtung Ihrer Website ist mir Folgendes aufgefallen.
Sie beschäftigen sich mit allen Steuerbelangen die man sich nur vorstellen kann.
Eigentlich fehlt nur ein einziger Betrachtungspunkt:

Warum müssen wir eigentlich Steuern zahlen?

Mit dieser Frage will ich Ihr Augenmerk auf die Geldschöpfung lenken, welche in allen Belangen des Finanzwesens, vor allem beim Studium der Wirtschafts(wissenschaften) völlig ausgeblendet wird.

Will man uns damit verheimlichen, dass die Geldschöpfung durch Privatbanken der eigentliche Grund für die Steuern ist?
Würde nämlich der Staat, alles Geld dass er braucht, um Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen, Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde nämlich der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen (Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er doch keine Kredite aufnehmen, keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen?

Wir könnten all unsere Arbeitsleistung, unsere Fähigkeiten, unsere Fertigkeiten, all unser Wissen und unsere Kraft in die Bewältigung der Probleme zu stecken, die wir durch das derzeitige Schuldzinsgeldsystem erst bekommen haben. Wir könnten wirkliche Bildung finanzieren, alle Mütter oder Väter könnten zu Hause bei Ihren Kindern bleiben. Wir könnten eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

Warum machen wir das nicht einfach? Warum lassen wir es zu, dass die Banken auf unsere Kosten leben und somit unsere Gesellschaft langsam in den Untergang treibt, wie man aktuell an Griechenland erkennen kann?
WARUM WIRD UNS DIE TATSACHE ÜBER DIE GELDSCHÖPFUNG VORENTHALTEN?
WARUM WERDEN WIR VON ALLEN SO DREIST BELOGEN UND BETROGEN?
Haben Sie sich das schon einmal gefragt?
Warum ist dies kein Thema für den Bund der Steuerzahler?
Wem dient der Bund der Steuerzahler? Dem Systemerhalt des Schuldzinsgeldes?

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