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15.04.2013

20:06 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Glück im Unglück

Wegen der Gold-Talfahrt wollte Jessica Schwarzer ihren Optionsschein auf das Edelmetall abstoßen. Doch die Technik streikte – und sorgte für Verluste in ihrem Depot. Die hätten allerdings noch größer ausfallen können.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Was für ein Tag. Schon morgens erreichten mich die ersten Mails der Kollegen. Hast Du gesehen, Gold stürzt weiter ab, schreibt einer. Willst Du nicht lieber Deinen Gold-Optionsschein verkaufen, fragt ein anderer. Sollte ich wohl, doch erst einmal streikt die Technik.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Als spekulative Anlegerin sollte ich wohl besser am Computer mit gutem Internetanschluss sitzen. Irgendwie schaffen wir es dann doch. Ich ziehe gerade noch die Reißleine und steige mit einem Verlust von fast 15 Prozent aus. Immerhin, denn kurze Zeit später taucht der Goldpreis unter die gefährliche Marke von 1400 Euro.

Glück gehabt. Diese hochspekulative Wette ging nicht auf, aber zumindest den Schaden konnte ich begrenzen.

Kommentare (5)

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Cassandra

15.04.2013, 22:21 Uhr

Ich kann nur meinen Kommentar auf den Handelsblattartikel "Mit Gold-Investment aufs Ganze gehen" von Frau Schwarzer am 7.4. wiederholen:

"Schlimmer noch - ein derartigen Dilentantismus in Sachen Anlagen auch noch den Lesern zuzumuten, ist schon wirklich ein starkes Stück! Sie intevstiert in eine Zockerwette von der sie keine Ahnung hat. Der guten Frau ist die Entwicklung des Goldpreis ein Rätsel. Sie hat keine Ahnung wie mit dem Gold Leasing Markt der Zentralbanken die Bullion Banken den Marktpreis des virtuellen Papiergoldes beeinflussen.

Sollen hier Leser zu ähnlichem unverantwortlichen Zockerverhalten animiert werden?"

Waseem

15.04.2013, 23:25 Uhr

Ich finde dass es Spaß macht, diese Spiel zu folgen, weil es zeigt dass die Journalisten keine Ahnung von Investment haben. Sonst wäre sie nicht Finanz-Journalisten, sondern die Soros und Buffets dieser Welt.Also Vernunft einschalten,lächeln,...

ArthurDent

16.04.2013, 00:11 Uhr

Oh Gott! Jetzt hat sich für VW auch noch die charttechnische Lage eingetrübt. Was mache ich jetzt bloß? Zum Glück ist ja noch Volker Pieper da und beruhigt mich...Puuh.

Übrigens sind auch noch Volker Gelfarth und Crash-Prophet Günter Hannich für HB-Leser in Rufweite. Die können bestimmt was machen...und mir ein paar tolle Tricks zeigen!

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