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21.11.2012

20:14 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Griechenland, immer wieder Griechenland“

Die verzweifelte Rettung Griechenlands hält die Märkte in Atem. Das beschäftigt auch die Anlagestrategie der Handelsblatt-Redakteure. Die Verwalterin des konservativen Depots geht trotzdem in die Offensive.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Noch immer ist unklar, ob und zu welchen Konditionen Griechenland neue Hilfsgelder bekommt. In den USA wetzten viele Investoren da lieber die Messer für den traditionellen Truthahn-Braten, statt auf Dax und Dow zu blicken. Wegen Thanksgiving findet am Donnerstag kein Handel an der Wall Street statt, und am Freitag werden viele Amerikaner ebenfalls blau machen. Dass die US-Investoren fehlen, dürfte sich auch in Europa bemerkbar machen. Schon am Mittwoch waren die Umsätze gering.

Zurückhaltung hin oder her: Ich kaufe mal wieder, und zwar für knapp 4.000 Euro 65 SAP-Aktien. Ich hoffe, dass ich nicht schon zu spät dran bin, denn seitdem das SAP-Management sein mittelfristiges Umsatzziel bekräftigt hat, konnte die Aktie bereits kräftig zulegen. Mehr als 20 Milliarden Euro sowie eine operative Rendite von 35 Prozent will der Softwarekonzern aus dem badischen Walldorf 2015 erzielen.

Konservatives Depot.

Konservatives Depot.

"Wir wachsen schneller als im Original-Plan vorgesehen, das ist eine gute Nachricht", hatte SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe auf einer Investorenkonferenz erklärt. "Auf der Umsatzseite sind wir dem Plan voraus. Wir sagen nun, es werden mehr als 20 Milliarden Euro, und wir diskutieren noch ein wenig darüber, wie viel mehr es wird", sagte Snabe.

Aber auch Hasso Plattner ist optimistisch. Der Unternehmensgründer hat kürzlich ebenfalls SAP-Aktien gekauft. Allerdings wesentlich mehr als ich - er orderte rund drei Millionen Aktien mit einem Gegenwert von über 173 Millionen Euro.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Gründer des Unternehmens halten fast ein Viertel der gesamten Aktien. Ein Schnäppchen sind die SAP-Papiere leider nicht mehr, aber nach Einschätzung vieler Analysten ist die Aufwärtsbewegung noch nicht zu Ende. Seit Jahresanfang ist der Wert von SAP bereits um über 40 Prozent gestiegen. Die Aktien sind damit die drittbesten Titel im Dax, hinter Lanxess und Continental an der Spitze. Der Dax machte in der gleichen Zeit knapp 22 Prozent gut.

Kommentare (4)

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helmi

21.11.2012, 20:40 Uhr

kann GRIECHENLAND uberhaut noch wer hören ??????

Rainer_J

21.11.2012, 22:05 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

beule

21.11.2012, 22:57 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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