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08.12.2013

10:01 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Gut, aber auch nicht zu gut"

Vergangene Woche hat der Dax nach langer Zeit wieder Verluste verbucht. Hält die Rally an oder kommt es zur Korrektur? Das hängt nicht zuletzt von Geldpolitik, Zinsen und Inflation ab, wie unsere drei Strategen zeigen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Einige Experten raten jetzt zur Investition in sogenannte Inflationsindexierte Anleihen. Ich halte davon nichts. Diese speziellen Produkte sollen eigentlich bequem und verlässlich vor Vermögensverlusten durch Inflation schützen. Denn je höher die Teuerungsraten, desto höher auch die Zinszahlungen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da die Teuerungsraten im Euroraum stagnieren und sich die Notenbanker momentan sogar eher um Deflation sorgen, sind diese Papiere optisch günstig bewertet. Das Problem: Die Zinskupons sind an offizielle Messziffern gekoppelt – und es sind Zweifel angebracht, ob die publizierten Inflationsraten den tatsächlichen Kaufkraftverlust hinreichend widerspiegeln.

 

Zudem sind jederzeit mehr oder weniger willkürliche Änderungen bei der Berechnung möglich. So ersetzte beispielsweise die britische Regierung vor dreieinhalb Jahren kurzerhand den Index zur Messung der Verbraucherpreisteuerung durch eine neue Variante, die Wohnkosten fortan ausklammerte – die waren in der Vergangenheit nämlich besonders stark geklettert…

Dadurch sparte Großbritannien seitdem etliche Millionen Pfund an Zinszahlungen – auf Kosten der Besitzer der Inflationsanleihen.

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