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10.09.2013

20:36 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Gute Chance zum Aussteigen

Die aktuelle Börsenwoche könnte interessant werden. Ein Autor nutzt die Chance und trennt sich von einigen Anlageprodukten – auch wenn er auf lange Sicht steigende Notierungen erwartet.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Zeichnet sich ein Ende in der Syrien-Krise ab? Die Börsianer reagierten mit Erleichterung auf die Nachricht, dass eine diplomatische Lösung in dem Konflikt angestrebt wird. Zudem sind Wirtschaftsdaten aus China positiv ausgefallen. All das sorgte für ein solides Plus am deutschen Aktienmarkt – und auch in meinem Depot.

Vor allem VW-Aktien legten kräftig zu. In Frankfurt beginnt in diesen Tagen die Internationale Automobilausstellung IAA, dadurch stehen Automobilaktien derzeit noch stärker als sonst im Fokus. Zumal die Konzerne aktuelle Zahlen veröffentlichten.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Demnach verkaufte der VW-Konzern im August weltweit 461.600 Fahrzeuge der Marke VW, ein Prozent weniger als im Vorjahr. In den acht Monaten bis einschließlich August brach der Absatz in Westeuropa (ohne Deutschland) um 6,8 Prozent ein. Verglichen mit dem Jahr 2007 sei der westeuropäische Automarkt um drei Millionen Autos geschrumpft, erläuterte VW-Chef Martin Winterkorn.

Den Rückgang in Westeuropa konnte VW allerdings auf anderen Märkten ausgleichen, so dass der Absatz der Marke VW weltweit bis einschließlich August um 3,1 Prozent auf 3,84 Millionen Pkw zulegte. Um mehr als vier Prozent stiegen die VW-Papiere daraufhin. Mir sind derartige Kurssprünge ja fast schon unheimlich.

Kommentare (2)

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Jorge

10.09.2013, 20:59 Uhr

So ein Börsentag wie heute!

An anderer Stelle unterhalte ich 24 "Spieldepots" wie diese hier. Alles nur Aktien aus Hdax und S&P 500,
keine Hebelprodukte, ETFs etc.
Verhältnismäßg simple selbstgestrickte Strategien;
alle letztlich auf Relativer Stärke beruhend.

Sämtliche Depots schlagen die Indizes konstant.
Steigerung heute im Durchschnitt: 2,53 %, obwohl der S&P relativ wenig dazu beitrug.


julkirschen

11.09.2013, 12:18 Uhr

Jorge, du bist ein geiler Typ!

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