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09.09.2013

19:44 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Hattori Hanzo!“

Die Finanzwelt ist für ihre chiffrierten Begriffe bekannt. Davon konnte sich Handelsblatt-Redakteurin Kerstin Leitel überzeugen. In ihrem Depot soll sich einem Analysten zufolge eine messerscharfe Anlage befinden.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Sagt Ihnen „Hattori Hanzo“ etwas? Ich musste nachschlagen, was sich hinter dem Begriff verbirgt. Dabei habe ich offenbar ein solch seltenes Exemplar in meinem Depot. Denn Commerzbank-Analyst Daniel Wendorff bezeichnete Novo Nordisk in einer Studie als Hattori Hanzo - eines der sagenumwobenen Schwerter, die Kinofans aus dem Film Kill Bill von Quentin Tarantino kennen.

Derart legendär findet der Analyst offenbar auch den dänischen Pharmakonzern. Er verweist unter anderem auf eine starke Produkt-Pipeline, ein prozentual zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum, eine starke Marktmacht und den effektiven Einsatz des Kapitals.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Aktie verdient seiner Meinung nach eine Kaufempfehlung. Das Kursziel senkt er zwar, aber logischerweise auf ein Niveau über dem aktuellen Kurs.

Ich hoffe, dass der Analyst mit seiner positiven Einschätzung Recht hat und dass die Aktie bald wieder steigt. Seit meinem Einstieg ging es auf und ab, zurzeit liegt sie im Minus. Aber langfristig bleibe ich überzeugt von dem Papier. Schließlich ist das Unternehmen eigenen Angaben zufolge führend in der Diabetesversorgung.

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