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23.09.2013

20:53 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Hauptsache Angela Merkel regiert weiter

Das Resultat der Bundestagswahl hat an den Börsen nicht für große Bewegung gesorgt. Wichtig für die Anleger war, dass Merkel bleibt. Verlierer im Dax war die Deutsche Post. Das nutzte Kerstin Leitel zum Einstieg.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ich schaue mich derzeit nach Ersatz für meine Sprintzertifikate auf den Euro Stoxx 50 (WKN: VTA69N) um. Die Anlagepapiere haben ihr Laufzeitende erreicht und werden am Freitag zurückgezahlt. Über 22 Prozent Ertrag in drei Monaten habe ich mit der letzten Tranche verdient – von einem Teil hatte ich mich vorsichtshalber bereits vorher getrennt und Gewinne realisiert.

Die Sprinter auf den europäischen Leitindex hatte ich im Juni gekauft, als Anleger die Angst überkam, in Europa drohe plötzlich die Zinswende. Ich hielt das für Unfug und griff mit Hilfe dieser Hebelpapiere ins fallende Börsenmesser. Die Zertifikate verdoppelten seitdem die fulminante Aufwärtsbewegung des Aktienmarktes in meinem Portfolio. Sollte es einen kräftigeren Rücksetzer an der Börse geben, werde ich das freigesetzte Kapital wieder in ähnliche Produkte investieren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit solchen Sprintzertifikaten möchte ich auch in Zukunft verhindern, dass mein eher auf Verlustvermeidung ausgerichtetes Depot abgehängt wird, wenn es am Aktienmarkt mal steiler nach oben geht – so wie zuletzt: Die gehebelten Gewinne der Sprinter kompensieren in solch einem Szenario einen Teil der entgangenen Erträge bei den defensiven Discountzertifikaten und Bonuspapieren. Bisher geht diese Strategie auf.

Kommentare (4)

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Rainer_J

23.09.2013, 21:57 Uhr

Zitat:"Hauptsache Angela Merkel regiert weiter"

Wer rechnen kann ist klar im Vorteil. Rot+Rot+Grün hat die Kanzlermehrheit, weil die Parteien FDP und AfD wegen der illegalen 5%-Hürde keine Abgeordneten stellen dürfen.

Merkel war mal.

LOL

23.09.2013, 22:27 Uhr

Zitat: "illegalen 5%-Hürde"

Ihnen hat man wohl auch ins Hirn geschissen.

Mule

24.09.2013, 10:00 Uhr

Im Sinne einer echten Demokratie finde ich sehr wohl, dass man dieses 5% "Machtmißbrauchsinstrument" als illegal bezeichnen kann. Weit über 2 Millionen Menschen in Deutschland, die gegen ihren demoktratisch in der Wahl geäußerten Willen von Volksvertretern bevormundet werden, denen sie keine Zustimmung gegeben haben.

Aber es spielt sowieso keine große Rolle mehr, wenn wir noch wählen, da die Souveränität sowieso bald vollkommen an die nicht mehr direkt gewählte und undemorkatische Zentralregierung im fernen Brüssel abegeben ist.

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