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20.01.2013

10:41 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Heißer Ritt auf der Commerzbank-Aktie

Die Commerzbank will offenbar 6000 Stellen streichen. Anleger zeigten sich erfreut und ließen die Aktie steigen – und damit das Depot von Jessica Schwarzer. Insgesamt gehörte die Woche den Banken.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

„Buy on bad news“, dachten sich am Freitag wohl viele Börsianer und haben bei der Aktie der Commerzbank zugegriffen. Medienberichte über einen Jobkahlschlag hatten am Morgen die Runde gemacht.

Die zweitgrößte Bank Deutschlands werde wohl 6.000 Stellen streichen, hieß es. Die Streichung von 6000 Stellen entspräche rund 18 Prozent der deutschen Belegschaft. Konzernweit wären es rund zehn Prozent. Ein ganz schöner Kahlschlag.

Bei den Anlegern kamen die angeblichen Sparpläne aber gut an. Die Aktie stieg an die Dax-Spitze. Innerhalb eines Monats hat das Papier nun rund 15 Prozent zugelegt, der Dax um die zwei Prozent.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Seit ich die Aktie gekauft habe, hat sie sogar fast 25 Prozent zugelegt und ist damit auch mein bester Kauf. Aber natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass Commerzbank-Aktien immer noch eine ganz heiße Wette sind. Staatsanteil hin oder her, ob die Bank die Wende schafft und sich das Papier auch nur halbwegs auf Vorkrisenniveau erholt – 2008 hat die Aktie immerhin mehr als 20 Euro gekostet –, ist alles andere als sicher.

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Aber ein bisschen aufwärts gehen sollte es noch. Vielleicht ja sogar auf mehr als zwei Euro. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt, auch die der Leid geprüften Commerzbank-Aktionäre.

Kommentare (6)

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OLDENDORP

20.01.2013, 11:40 Uhr

.................................................
DREI DEPOTS....DREI STRATEGIEN
.................................................
..
ich habe heute mal einen blick auf ihr planspiel
börse geworfen und bin erschrocken, was sie ihren
lesern zumuten..
..
ohne ein midestmass an fachwissen über die chart-
technik, sinnvollen aufbau eines depots und die
adequate kommentierung macht ihr vergleich keinen
sinn..!!
..
ZU DEN DEPOTS
.............
alle depots enthalten zu vlele einzeltitel im ver-
hältnis zum gesamtwert des depots..
..
...typischer anfängerfehler...
..
KOMMENTIERUNG BZW KAUF VON EINZELTITELN
.......................................
..
COMMERZBANK
ist keine verliererbank - sondern wird neben der
heideldruck..731.400 - die aktie mit dem grössten
potential in 2013 sein..
kostensenkungsmassnahmen sind immer positiv für
den kurs einer aktie..
bisher von € 1.11 auf € 1.69 = 52%...vorl.ziel € 2,22
heideldruck € 0,93 auf € 1,55 = 66%............ € 1,85
..
APPLE
hätte nie gekauft werden dürfen, denn sie befindet
sich nach doppeltopp in einem abwärtstrend und auch
fundamentaldaten verschlechtern sich zusehens..
..
..

OLDENDORP

20.01.2013, 12:14 Uhr

....................................
...DEPOTSTRATEGIE...
....................................
..
AKTIEN, DIE AM JAHRES- BZW MEHRJAHRESHOCH
NOTIEREN, REDUZIEREN BZW VERKAUFEN ......
..
TAUSCHEN IN AKTIEN, DIE VOR EINER TREND -
WENDEFORMATION STEHEN..ZB
..
KALI & SALZ AG
KSAG88 .......€.34,10....dax
..
AIXTRON AG
AOWMPJ .......€.10.60....tecdax
..
..

Bullenreiter

20.01.2013, 12:39 Uhr

Bullenreiter

Leider bin auch ich zusehend von der Presse enttäuscht. Markige Bilder zur Einleitung zeigen mangelnden Sachverstand. Wenn ich von buy on bad news spreche, meine ich hier immer schlechte Nachrichten und zwar im Sinne des Unternehmens. Der Jobabbau, wenn auch menschlich eine Tragödige, fällt definitiv nicht in den Bereich Bad News, sind es doch für das Unternehmen positive Kostensparmaßnahmen (dies zeigt auch die Reaktion der Börse). Bitte mehr Lektorat, auch in der schnelllebigen Zeit, wünsche ich mir von ganzem Herzen.

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