Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

25.11.2012

15:46 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Hoffnung für Griechenland - und für mein Depot!

Die Rettung Griechenlands ist noch nicht in trockenen Tüchern. Trotzdem beginnt sich die Wette auf eine Erholung langsam auszuzahlen. Weniger gut läuft es mit Aktien aus dem Dax.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Für mein Griechenland-Engagement musste ich mir von unseren Online-Kommentatoren einiges anhören. Umso erleichterter bin ich, dass mein börsengehandelte Indexfonds auf den Athex 20 in dieser Woche endlich ins Plus gedreht hat. Meine Spekulation auf die erneute Rettung scheint aufzugehen, auch wenn noch nichts in trockenen Tüchern ist. Erste positive Zeichen gibt es aber, dass sich das hochverschuldete Land nach wochenlangen Verhandlungen mit der Troika einigt und bald Geld fließt. Fest steht aber: Das Thema Griechenland dürfte die Börsianer noch eine Zeit lang beschäftigen.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ebenso wie die Schuldenkrise in den anderen südeuropäischen Ländern. Doch auch das Zertifikat, das auf die Entwicklung von Unternehmen in Spanien, Portugal und Italien setzt, hat sich im Laufe der Woche erholt und notiert nur noch leicht im Minus.

Weniger gut lief es mit den Standardwerten, die ich gekauft habe. Eon hat auch diese Woche weiter verloren – wenn auch nur leicht – und ist auf ein neues Jahrestief gefallen. Von Analysten hat es zuletzt Verkaufsempfehlungen gehagelt. Am Freitag legte JP Morgan nach. „Untergewichten“ lautet das Urteil der Experten. Das Management des Versorgers habe eine klare Einschätzung der Herausforderungen und Unsicherheiten im europäischen Strom- und Gasgeschäft gegeben, schreibt Analyst Vincent de Blic in einer Studie.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Das spekulative Depot: Bitte Klicken für die Großansicht.

Angesichts der operativen Risiken und der Fragen zur langfristigen Strategie dürfte die derzeit günstige Bewertung noch nicht reichen, um die Aktien zu stützen. Ich bleibe trotzdem engagiert und hoffe auf eine Erholung, auch wenn ich die Aktie sehr genau beobachte.

Zweites Sorgenkind in meinem Depot war die Commerzbank, doch die Aktie hat sich in den vergangenen Tagen deutlich erholt. Immerhin fast fünf Prozent hat das Papier zugelegt. Weiter so!

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Pequod

25.11.2012, 16:23 Uhr

Griechenland befindet sich seit März 2012 im CCC Status
der Zahlungsunfähigkeit! So dürfte es sich bei grie-
chischen Staatsanleihen um mehr als ein heißes Eisen
handeln, zumal Griechenland, aufgrund des Mangels an
Masse der ''EU'', in einem unabänderlichen Staatsban-
krott, wie bereits mit der lat. Münzunion gehabt, en-
den wird!

Baier

25.11.2012, 17:32 Uhr

für eine EON-Aktie erhält man einen realen Wert, ein Zertifikat auf einen griechischen Aktienindex ist ein Zockerpapier, das eigentlich in einer seriösen Wirtschaftszeitung nichts verloren hat. Aber es gibt immer noch genügend Dumme, die auf so etwas reinfallen. Wetten Sie lieber auf die Zahl der Heuschrecken in der Sahara im Jahr 2013.

Republikaner

25.11.2012, 17:34 Uhr

eigentlich eine einfache Entscheidung: Pleite oder Dauertransfers. für den deutschen Steuerzahler eigentlich eine einfache Sache. Für die Politik die Wegnahme von einem Lieblingsspielzeug. Nur haben die Steuerzahler die falsche Partei gewählt! Kann man aber in 10 Monaten korrigieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×