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11.04.2013

20:41 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Hohe Rendite nicht ohne höheres Risiko

Die Rally an den Aktienmärkten geht weiter - die Depots unserer Redakteure treten auf der Stelle. Kerstin Leitel denkt bereits über renditeträchtige Alternativen nach. Doch bergen diese ein gewisses Maß an Risiko.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Am deutschen Aktienmarkt ging es gestern leicht aufwärts – aber richtig viel Schwung brachte das auch nicht in mein Depot. Klar, dass mich das Versprechen von Zinsen zwischen sechs und acht Prozent anlocken. Bei deutschen Mittelstandsanleihen soll es das geben. Kein Wunder, dass der Bereich boomt.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber: Es hat einen Grund, weshalb manch ein Unternehmen so hohe Renditen bieten muss. Experten warnen, dass sich in dem Bereich auch schwarze Schafe tummeln, die es nicht schaffen werden, ihre Schulden zu begleichen. Das ist auch schon vorgekommen. Mit einem Fonds könnte man das Risiko streuen und das Risiko eines Fehlkaufs minimieren.

Solche Fonds gibt es. So brachte etwa die BayernInvest einen ETF auf Mittelstandsanleihen auf den Markt. Rund 40 Titel sollen in dem börsennotierten Indexfonds enthalten sein, der sich an „erfahrene Privatanleger“ richtet. Ich bleibe dennoch skeptisch – das ist eher etwas für risikofreudigere Investoren.

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