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03.07.2013

20:31 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Ich bin etwas neidisch auf meine Kollegen“

Die Euro-Krise meldet sich zurück und die Kurse fallen. Im spekulativen und ausgewogenen Depot grenzen Zertifikate die Verluste ein. Kerstin Leitel bleibt indes nichts anderes übrig, als auf bessere Zeiten zu warten.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Der Juli ist mit einem durchschnittlichen Plus von 1,6 Prozent seit 1988 der fünftbeste Börsenmonat des Jahres. In 60 Prozent der Fälle sprang ein Plus heraus. Davon ist an den Aktienmärkten wenig zu sehen. Der Dax hat deutlich nachgegeben und sich wieder in Richtung 200-Tage-Durchschnittslinie orientiert. Derzeit notiert diese Linie bei rund 7710 Zählern – mit steigender Tendenz.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für mich ist diese Nähe zur 200-Tage-Linie Anlass, ein weiteres Bonuszertifikat auf den deutschen Leitindex zu kaufen. (WKN: BP7WKC) Solange der Dax während der gesamten Laufzeit bis Ende Januar 2014 nicht die Schwelle von 7100 Zählern berührt oder unterschreitet, erhalte ich pro Zertifikat mindestens 88 Euro zurück. Dies entspricht einer Jahresrendite von knapp 18 Prozent.

Falls der Dax über der Marke von 8800 Punkten notiert, entsprechend mehr. Das Bonuszertifikat ist drei Prozent teurer als ein Dax-Indexzertifikat. Dafür erhalte ich die Bonusstruktur, die mir auch bei seitwärtstendierenden Kursen eine Rendite ermöglicht.

Kommentare (4)

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03.07.2013, 22:37 Uhr

Lach

Account gelöscht!

03.07.2013, 22:39 Uhr

"Investing is not easy.
If it was easy, it would be called "winning", not investing."

Account gelöscht!

04.07.2013, 13:58 Uhr

Es ist traurig diese Rubrik weiter zu lesen. Wenn es nicht so ein wichtiges und ernstes Thema wäre, könnte man wahrscheinlich drüber lachen.

In keinem anderen Land sind synthetische Produkte der Finanzindustrie wie Zertifikate für den Privatanleger verfügbar und medial so präsent.

Der Mehrwert für den Anleger lässt sich wunderbar an der Wertentwicklung der Portfolios ablesen.

Ich empfehle den drei Redakteuren die Lektüre der beiden Bücher "Your Money and Your Brain" (Jason Zweig) und "Geld denkt nicht" (Hanno Beck) - beides übrigens (ehemalige) Journalisten. Es gibt Hoffnung. Und die stirbt bekanntlich zuletzt.

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