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30.09.2013

20:24 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Im Zweifel wird verkauft“

Der September war ein gelungener Handelsmonat für den Dax. Doch im Oktober erwarten ihn schwierige Aufgaben. Auf die kritischen Tage versuchen sich die Handelsblatt-Redakteure zu wappnen – mit unterschiedlichen Taktiken.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Momentan profitiert mein Depot davon, dass ich es zuletzt recht defensiv ausgerichtet habe. Obwohl die Aktienmärkte wieder zunehmend unter Druck geraten, hält sich mein Portfolio stabil.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Es sind in erster Linie die politische Krisen in den USA und Italien, die auf den Börsen lasten: So ist eine Lösung des US-Haushaltsstreit in weite Ferne gerückt und in Italien steht die Regierung vor dem Aus. Auch wenn viele Investoren eigentlich an ein Happy End glauben, wächst doch die Unsicherheit. Im Zweifel wird verkauft.

Für mich kein Grund zur Unruhe: Die spekulativsten Produkte sind ausgelaufen, den Bargeldbestand habe ich auf über ein Drittel hochgefahren. Außerdem kompensieren meine Reverse-Bonuszertifikate einen Teil der Verluste der anderen Positionen. Vor zwei Wochen hatte ich diese Produkte aufgestockt, denen sinkende Aktienkurse nichts anhaben können. Die Funktionsweise: Solange der Dax bis Mitte Dezember nie auf 9 400 Punkte steigt, nimmt deren Wert zu. Geht es mit dem Leitindex abwärts, dann steigt der Ertrag schneller. Insgesamt vier Prozent kann ich damit bis Dezember erzielen.

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