Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.10.2013

20:38 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

In der Ruhe liegt die Rendite

Beherrschendes Thema an Deutschlands Börsen ist derzeit die Frage, wann der Dax die 9000 Punkte knackt. Schon bald, sagen viele Anleger. Zwei Autoren wollen sich von der Euphorie aber nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Zu den Basisinvestitionen in meinem Depot gehört ein defensives Discountzertifikat auf den Dax – fast ein Siebtel des Kapitals sind in diesem Anlageprodukt investiert (WKN: GT2N9K). Gekauft hatte ich es im Juni wegen der Aussicht auf eine interessante „Seitwärtsrendite“: Selbst falls der Index bis März kommenden Jahres kräftiger nachgeben sollte, versprach das Papier einen Ertrag von umgerechnet 6,8 Prozent per annum.

Erst unterhalb von 7600 Dax-Zählern schmilzt die Zielrendite des Zertifikats kontinuierlich ab. Dass der Leitindex bis zum Frühjahr so tief abrutscht, ist seitdem unwahrscheinlicher geworden. Entsprechend stark ist der Wert des Discounters bisher gestiegen, im Gegenzug ist das noch nicht ausgeschöpfte Renditepotenzial aber auf 2,4 Prozent geschrumpft.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dennoch trenne ich mich zunächst noch nicht von der Position. Sie dient mir als eine Art ordentlich verzinster Tagesgeldersatz. Mittelfristig werde ich allerdings nach einem neuen Dax-Discounter suchen, der mir wieder einen höheren Gewinn ermöglicht.

Schließlich gehört zu meinen beiden obersten Zielen für das ausgewogene Portfolio auch weiterhin nicht nur eine geringere Schwankungsstärke im Vergleich zum Gesamtmarkt, sondern auch ein Ertrag von im Schnitt sechs bis acht Prozent im Jahr.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×