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15.01.2014

21:14 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„In Übertreibungsphasen ist alles möglich"

Der Dax ist erneut im Rekordfieber. Georgios Kokologiannis warnt aber bereits vor übertriebener Euphorie. Aus seiner Sicht erwartet die Börsen schon bald eine kräftige Korrektur. Auch bei Gold ist Vorsicht angesagt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Glauben Sie, dass der Dax bis zum Frühsommer die Marke von 10500 Punkten knackt? In Übertreibungsphasen an den Börsen ist zwar grundsätzlich alles möglich - doch ich halte das zumindest für unwahrscheinlich. Ich erwarte in den kommenden Wochen eher eine kräftige Korrektur als noch viel höher steigende Notierungen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Gleichzeitig möchte ich aber meinen unverzinsten Bargeldbestand reduzieren. Denn eine anhaltend hohe Cash-Quote, wie ich sie mittlerweile aufgebaut habe, wäre zwar das nervenschonendste Mittel solch eine Marktphase zu überbrücken. Doch mein Ziel von möglichst kontinuierlichen sechs bis acht Prozent Rendite im Jahr lässt sich mit dieser Taktik nicht in Einklang bringen.

Daher investiere ich in ein weiteres Reverse-Bonus-Zertifikat (WKN: DT0FAS): Das Papier ist gegen Dax-Rückschläge absolut immun und  liefert bis Ende Juni einen Ertrag von fast sieben Prozent - umgerechnet entspricht das einer Rendite von über 15 Prozent per annum. Einzige Bedingung: Der deutsche Leitindex darf bis dahin nicht die besagte 10500er-Schwelle erreichen – erst dann droht ein Verlustgeschäft. Pluszeichen am deutschen Aktienmarkt würde das Zertifikat dann tendenziell in Depotverluste ummünzen – und umgekehrt.

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