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27.10.2013

12:06 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Insider irren nicht

Der Dax hat ein neues Rekordhoch erklommen, doch Handelsblatt-Redakteur Jürgen Röder traut der Rally nicht. Die Verkäufe von Unternehmensinsidern sind für ihn ein weiteres Indiz dafür, dass eine Korrektur droht.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Irren sich die Unternehmens-Insider? Die Top-Manager haben laut dem Handelsblatt-Insider-Barometer Aktien ihres Unternehmens in großem Stil verkauft. Der Index, der alle 14 Tage montags in der Printausgabe veröffentlicht wird, signalisiert Vorsicht für den weiteren Kursverlauf des Aktienmarktes in der nächsten Zeit.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für mich ein weiteres Indiz für eine Korrektur in den nächsten Wochen. Laut Charttechnik wären dann bei rund 8770 oder etwas tiefer bei 8430 Zählen die nächsten Widerstände zu finden, an denen der Index wieder Halt finden könnte. Ich halte mich nicht strikt an diese Marken, sie sind aber ein Anhaltspunkt für meine Investitionsentscheidungen.

Aktuell sieht der Dax-Chart aber nicht nach einer Korrektur, sondern eher neuen Jahreshochs in dieser Handelswoche aus. Die könnte meiner Meinung nach spannend werden.

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