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09.12.2013

20:26 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Ist die Korrektur schon ausgestanden?

Aus charttechnischer Sicht war der Kursrückgang vergangene Woche überaus gesund, findet Jürgen Röder. Damit stellt der Dax das Gerüst für möglicherweise neue Spitzenwerte. Doch ist die Korrektur wirklich schon ausgestanden?

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Ist die Korrektur schon ausgestanden? Die meisten technischen Analysten  haben den Kursrückgang in der vergangenen Woche begrüßt und auch die Aktienmarktstrategen zeigen sich erleichtert über die tieferen Kurse. Von der Seite her gesehen dürften die Notierungen beim deutschen Leitindex bald wieder in Richtung 9400 Zähler gehen.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Denn aus charttechnischer Sicht war der Kursrückgang gesund und bereitet den Boden für möglicherweise neue Höchststände. Ein Anstieg über die Marke von rund 9250 Punkten wäre ein wichtiger Anhaltspunkt für den Startschuss einer Jahresendrally. Auf der fundamentalen Seite sieht die Situation anders aus.

Deutschlands Topmanager, die bei Aktiengeschäften durch ihren direkten Einblick ins eigene Unternehmen einen großen Vorteil haben, bleiben skeptisch: Sie verkaufen weiterhin deutlich mehr Aktien als sie kaufen. Das dürfte meiner Meinung nach mögliche Kursanstiege in den nächsten Wochen bremsen. Ob der Dax noch in diesem Jahr ein neues Jahreshoch markiert, bleibt angesichts des Verhaltens der Insider fraglich.

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