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17.12.2013

19:48 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Ja ist den heut' schon Weihnachten?“

Das Ifo-Institut sorgt für ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk. Eine Rally an den Börsen hat es allerdings nicht ausgelöst. Wie viele anderen Anleger warten die Autoren auf Neuigkeiten von der Federal Reserve.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Kurz vor Weihnachten machen uns Konjunkturforscher ein besonderes Geschenk: Eine ermutigende Prognose. Laut dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sind Analysten und institutionelle Anleger so optimistisch wie seit 2006 nicht mehr: Das Konjunkturbarometer des ZEW für die nächsten sechs Monate kletterte im Dezember um 7,4 auf 62 Punkte.

Das hört sich wie ein Aufschwung an. Auch das Münchener Ifo-Institut sagt Deutschland für 2014 ein kräftiges Wirtschaftswachstum voraus. „Das ist das Geschenk vom Weihnachtsmann“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aber profitieren davon auch die Börsen? Mit einem Plus von bislang rund 20 Prozent hat der Dax in diesem Jahr schon viel Optimismus eingepreist.

Kein Wunder also, dass der Index nach der Veröffentlichung der ZEW-Prognose nicht vom Fleck kam – zumal die Unsicherheit über den Kurs der amerikanischen Notenbank die Märkte weiter belastet.

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