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01.07.2013

20:24 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Jetzt Gewinne mitnehmen

Im Depot von Georgios Kokologiannis hat eine Aktie bereits mehr als 30 Prozent zugelegt. Jetzt heißt es verkaufen und Gewinne einstreichen. Auch die anderen Redakteure grübeln über das richtige Timing.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Um über 34 Prozent hat der Wert meiner Aktien der Bank of America zugelegt, seitdem die Papiere Anfang November ins Depot aufgenommen wurden. Jetzt realisiere ich den Großteil des Buchgewinns und behalte nur einen geringen Restbestand. Dadurch erhöht sich das Bargeld auf deutlich über ein Drittel des Depotwerts.

Aus zwei Gründen trenne ich mich von den Dividendenpapieren des größten Kreditinstituts der USA: Zum einen sehen Experten mittlerweile nur noch begrenztes Kurspotenzial. Zum anderen will ich übergewichtete Positionen weiter verringern — zuletzt steckte etwa jeder zehnte Euro im Portfolio in Bank of America-Aktien.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Deutlich zu viel. Um Klumpenrisiken zu vermeiden, soll eine Einzelaktie langfristig maximal zwei Prozent des Anlagekapitals auf sich vereinen. Das ist Teil meines Anlagekonzepts.

Nur noch ein Plus von etwa sieben Prozent erwarten Analysten bei Bank of America-Titeln im Schnitt auf Sicht von zwölf Monaten. Folgerichtig raten die meisten auch nur noch zum „Halten“ der Aktie des Finanzkonzerns, lediglich ein Drittel stuft die Anteilsscheine als Kauf ein.

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