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04.08.2013

13:07 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Keine leichte Zeit für Börsenbären

Wer pessimistisch auf die Entwicklung der Kurse guckt, ist zuletzt Lügen gestraft worden. Die Kurse zogen an trotz zwischenzeitlicher Furcht vor dem Abebben der Geldschwemme. Viele Papiere machen derzeit Freude.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Ab Montag geht es munter weiter im Zahlenreigen: Dienstag legen Deutsche Post, Merck und Munich Re ihre Ergebnisse vor und dann folgen unter anderem ING, Adidas, die Commerzbank und: Henkel.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Aktie des Düsseldorfer Konsumgüterherstellers hat mir bislang viel Freude gemacht. Seit meinem Einstieg ist der Kurs um über 20 Prozent gestiegen —obwohl schon damals viele Analysten der Meinung waren, dass die Aktie zu teuer sei. Mein Problem ist nur, dass ich deswegen skeptisch war und nur 1 200 Euro investiert habe. Aber gut, im Nachhinein ist man immer schlauer.

Dennoch liebäugele ich bei einigen meiner Aktien mit Gewinnmitnahmen. Schließlich haben einige Börsianer für den Markt eine „erhöhte Gewitterwahrscheinlichkeit“ vorhergesagt. Das macht mich misstrauisch. Andererseits hat der US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wurde, gezeigt, dass die Federal Reserve die Märkte weiterhin großzügig mit Liquidität versorgen dürfte – und die Aussicht auf billiges Geld hat in den vergangenen Monaten alle anderen Einflussfaktoren an der Börse in den Hintergrund gedrängt.

Kommentare (1)

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04.08.2013, 16:34 Uhr

Wenn man sich die Performancekurven aller drei Depots ansieht, dann sind sie jetzt gerade mal wieder da, wo sie 2013 von Januar bis Mai auch schon gewesen sind. Dann kam der Peak des Alltime Higths, da waren sie halt ca. 25% besser. Da wäre der Zeitpunkt gewesen, sich von Underperformern zu trennen und vielleicht auch mal den einen oder anderen Gewinn mitzunehmen. Man darf gespannt sein, wie hoch der Dax noch steigen muss, damit sie diesen alten Höchststand wieder erreichen

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