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04.06.2013

20:56 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Keine Wetten mehr auf einen steigenden Dax

Als Nachfolger von Jessica Schwarzer will Jürgen Röder das spekulative Depot Schritt für Schritt umbauen. Als erstes muss das Dax-Bonuszertifikat dran glauben – auch wenn es seit dem Kauf sieben Prozent zulegen konnte.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Nach und nach werde ich das spekulative Depot umbauen. Als ersten Schritt habe ich das Bonuszertifikat auf den Dax (WKN: CZ2HVL) verkauft, das mit einem Plus von sieben Prozent seit dem Kauf Ende 2012 auch seine Schuldigkeit getan hat. Schließlich bietet das Derivat nur noch eine maximale Restrendite von vier Prozent pro Jahr und ist damit nun für ein konservatives Depot geeignet.

Die vier Prozent Rendite werden erzielt, solange der Dax während der gesamten Laufzeit bis Ende dieses Jahres  nicht die Schwelle von 6100 Zählern erreicht oder unterschreitet. Auf diesem Stand  notierte das deutsche Börsenbarometer vor knapp einem Jahr. Angesichts der mageren Zinsen für Tages- und Festgeld sind solche Bonuszertifikate – trotz des vorhandenen Aktienmarktrisikos - durchaus noch eine Alternative.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Investieren werde ich auf jeden Fall wieder in den Dax. Doch der Zeitpunkt, um auf einen weiter steigenden Leitindex zu setzen, ist für mich noch nicht gekommen. Nach dem steilen Anstieg in den vergangenen Monaten ist das Risiko sehr groß, dass der Dax weiter korrigieren wird und möglicherweise wieder auf das alte Jahreshoch von 8152 Zählern aus dem Jahr 2007 fällt. 

Da halte ich doch mein „Pulver trocken“, bevor ich auf steigende Kurse setze. Oder ich versuche in den nächsten Tagen mit neuen Bonuszertifikaten eine Strategie zu basteln, um von sowohl leicht fallenden als auch leicht steigenden Kursen zu profitieren.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

04.06.2013, 22:56 Uhr

Investieren oder wetten Sie? Investieren heisst wissen, Wetten heisst nix wissen. Wetten gibt's in der Bahnhofstrasse.

Account gelöscht!

05.06.2013, 20:38 Uhr

Nix

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