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21.01.2014

20:49 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Knackt der Dax die 10.000-Punkte-Marke?

Die Quartalszahlen sind bisher durchwachsen ausgefallen. Der Dax steigt trotzdem. Für die Depots ein erfreuliches Szenario – aber auch ein bedrohliches. Die Frage, die beschäftigt: Wann kommt der Rücksetzer?

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Dass die derzeitige Dax-Hausse sehr wenig mit aktuellen Unternehmenszahlen zu tun hat, bewies wieder einmal der Handelstag am Dienstag. Nach der Deutschen Bank legte auch der Software-Konzern SAP schwache Unternehmenszahlen vor, doch der deutsche Leitindex steigt weiter. Diese Zahlen passen nicht zur Jubelhausse und hätten zumindest zu einer Unterbrechung des Anstiegs führen müssen.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dazu passt, dass viele Top-Manager sich von den Anteilsscheinen ihres Unternehmens getrennt haben und eine Korrektur signalisieren. Das Insiderbarometer, das das Aachener Forschungsinstitut für Asset Management (Fifam) alle zwei Wochen mit Commerzbank Wealth Management exklusiv für das Handelsblatt berechnet, ist um vier Punkte auf 66 Zähler gefallen. So tief notierte das Barometer zuletzt 2004. Bereits Werte unter 90 Punkten gelten als Verkaufssignal.

Ich erwarte deswegen in den nächsten Wochen zumindest einen kleinen Einbruch, der den Dax wieder nahe der Marke 9000 Zähler bringen wird. Doch wird der Leitindex vorher noch die Hürde von 10.000 Zählern überwinden können?

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