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27.12.2012

17:46 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Konservative Anlagestrategie zahlt sich aus

Das Börsenjahr neigt sich dem Ende zu. Zeit für unsere Redakteure Bilanz zu ziehen. Zwei Depots schafften es seit Auflage ins Plus. Nur eine Redakteurin hatte mit Verlusten zu kämpfen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Zeit für einen Kassensturz: Mit meinem Musterdepot habe ich seit dem Start Anfang November gut 1000 Euro plus erzielt - nicht sehr viel, aber ich sollte ja auch Nummer sicher gehen. Ungerecht ist es aber, dieses Plus der Performance des Dax auf Jahressicht gegenüberzustellen. Denn der Startschuss für dieses Börsenspiel fiel in eine Zeit, in der der Markt bereits einen Großteil seiner Gewinne verbucht hatte.

Aber zurück zu meinem Depot: Den börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF) auf den amerikanischen S&P 500 Index habe ich neulich aussortiert, weil sich das Papier hartnäckig im Minus hielt.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die anderen Werte haben sich ganz gut entwickelt. Vor allem der Kauf der Volkswagenaktie hat sich gelohnt. Über 500 Euro oder elf Prozent habe ich damit gewonnen. Erinnern Sie sich, ich war damals eingestiegen, als die VW-Aktie für die Ankündigung einer Wandelanleihe bestraft wurde und heftig abgerutscht war.

Doch das war schnell wieder vergessen und seitdem geht es aufwärts. Auch für konservative Anleger kann es sich also auszahlen, bei heftigen Kursschwankungen spontan einzusteigen, wenn das hinter der Aktie stehende Unternehmen entsprechend solide ist. Den jetzt im Depot verbliebenen Werten werde ich erst mal die Treue halten.

Kommentare (3)

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Hopfen_und_Malz

28.12.2012, 10:14 Uhr

"Aller Kritik unserer Online-Kommentatoren zum Trotz, bin ich den Papieren treu geblieben."

Sie haben bemerkt, daß es sich um Kritik handelte?
Ansonsten sei angemerkt, daß die Beiträge in dieser Rubrik nicht gerade von Kommentaren überquellen. Warum wohl? Ein Grund mag sein, daß "Trotz" bei WP-Anlagen ziemlich sinnfrei wirkt. Und "Hoffnung" ist nicht das, was den spekulativen Depotwert nach oben treibt.

So_isses

28.12.2012, 12:27 Uhr

"Mittlerweile habe ich mit der Commerzbank-Aktie aber gut verdient."

Solange die Aktie noch in Ihrem Depot liegt, haben Sie überhaupt nichts verdient sondern nur Buchgewinne erzielt.

Account gelöscht!

28.12.2012, 13:20 Uhr

Herr @ Wiebe,

während der Zeit des Jahreswechsels eine Beratung meinerseits:

War Ihnen eigentlich bewusst, dass die "Depots" ein Nischenprodukt des "Handelsblatt" sind? Wer ist eigentlich Adressat und welche Sprachabsicht demzufolge welche Diktion haben Sie in Zukunft?
Ein Beispiel: Vodafone

Ich dachte darüber nach: Soll ich nun Vodafone verkaufen? Soll ich einen Stpp-Los setzen? Soll ich gewichten, dass die Umsätze steigen aber der Gewinn fällt? Soll ich berücksichtigen, dass von Vodafone in 2013 Millionen-Strafen verlangt werden? Soll ich bedenken, dass es Telekomaktien gibt, deren Dividende steigen und die in USD, (z.B. Telenor,) gehandelt? werden? Ich warte ab, weil meine Schmerzgrenze nicht erreicht ist und Vodafone an der LSE gestützt wird.

Entweder Sie geben stilistisch app-ellativ Ihre Erfahrungen so weit wie möglich wieder,oder Sie bleiben im Oberflächlichem. Aber wenn Sie im Oberflächlichen bleiben, kann man den "MIST" ganz lassen

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