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21.02.2013

19:50 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Korrektur an den Märkten bietet neue Chancen

Weltweit rauschen die Märkte in den Keller. Die Depots unserer Anleger geraten ebenfalls unter Druck. Kerstin Leitel hält deshalb zunächst die Füße still, sieht in dem Rücksetzer aber bereits neue Anlagechancen.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Da war er also, der lang erwartete Kursrutsch am Aktienmarkt. Um zwei Prozent sackte der Dax zeitweise ab, und noch am Abend stand ein dickes Minus auf der Kurstafel in Frankfurt. Auslöser waren Befürchtungen, dass die großzügige Geldpolitik der US-Notenbank bald ein Ende haben könnte.

Denn wie aus dem am Vorabend veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank hervorging, wurde durchaus kontrovers diskutiert, wie lange die Federal Reserve noch Anleihen aufkaufen soll. Das Ende der geldpolitischen Lockerung in den USA scheine näher zu rücken, was auf den weltweiten Börsen laste, kommentierte das Händler Jordan Hiscott von Gekko Markets.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Schon in Asien gingen daraufhin die Märkte auf Talfahrt, und hierzulande ging es ebenfalls abwärts. Schwache Konjunkturdaten verstärkten den Druck auf die Märkte. Doch Aktienexperten bleiben zuversichtlich: Rücksetzer stellen Kaufgelegenheiten dar. Viele Investoren werden aber sicher die Ergebnisse der Italien-Wahl am Sonntag und Montag abwarten wollen. Zu groß ist die Unsicherheit, ob das Land auf Reformkurs bleibt.

Ich werde auch erst einmal die Füße still halten. Unterdessen schmelzen zwar die Gewinne „meiner“ Aktien zwar dahin, aber Rücksetzer wird es immer wieder geben. Zudem sorgt mein ETF auf Staatsanleihen dafür, dass die Kursverluste etwas gemildert werden - zwar nur etwas, aber immerhin.

Kommentare (5)

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bjarki

21.02.2013, 21:00 Uhr

Grauenvolle Analysen, der Spezialisten hier. Diese hohlen Analysen aus dem jeweiligen Bauch heraus, sind der Stoff aus dem unsere Juppi Wirtschaft gestrickt ist. Unglaublich der " weiter so" Kontext. Vermutlich sind wir ein Volk von Blinden, die die Realitaet nicht sehen. Wir werden in Europa und damit Deutschland einmen langsamen Verfall sehen. An den Rand gedraengt wird Europa nur noch ein Schatten sein von einst. Die Analysten sind dann lange in Asien, Amerika oder sonstwo. Dort werden weiter Phrasen gedroschen. Das HB ist ausserdem bewundernswert modern, immerhin ist hier die Frauenquote erdrueckend, das Geschwaetz ist das Selbe wie frueher. Trivialer, ermuedender Kaffeeklatsch.

KORRUPTUS

21.02.2013, 21:44 Uhr

Offenbar müssen wieder einmal die Sponsoren des HB mit einem Werbe-trächtigen Artikel bedient werden, anders kann man diese Gesülze nun wirklich nicht nachvollziehen.

Radek

21.02.2013, 22:13 Uhr

Mal von allem abgesehen, schaut euch mal die Google-Aktie an. Die kennt neuerdings nur einen Weg, nämlich nach oben, auch heute.
Das Zauberwort ist die bald marktreife Datenbrille "goggle-glasses"..... ok glass!

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