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29.10.2013

19:27 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Korrektur oder Rally?

Der Dax schwebt auf einem gefährlich hohen Niveau. Einige Anleger machen sich schon jetzt vom Acker. Die Redakteure schauen ebenfalls argwöhnisch auf die Rally des Leitindex. Auch sie erwarten eine Korrektur.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wie lange setzt sich die ungebremste Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten fort? Auch wenn langfristig weiterhin viel für Dividendentitel spricht: Das Risiko für Kursrückschläge steigt. Nicht umsonst hat Norwegens Staatsfonds Anfang der Woche erklärt, er werde neue Zuflüsse nicht für den Kauf weiterer Aktien verwenden. Der weltweit größte Fonds seiner Art bereite sich vielmehr auf eine Korrektur der Aktienkurse vor.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Einen überhitzen Markt signalisieren unter anderem aktuelle Analysen zur Anlegerstimmung: So zeigt die jüngste Sentimenterhebung der American Association of Individual Investors, dass der Anteil der Börsenbären unter US-Privatanlegern mit 17,5 Prozent auf den niedrigsten Stand des Jahres gefallen ist. Doch je weniger Anleger pessimistisch gestimmt sind, desto mehr sind bereits investiert - und fallen damit im Gegenzug für Stützungs- und Anschlusskäufe aus.

Auch hierzulande gibt es Alarmsignale: So gingen die zuletzt markierten Rekordstände des Dax mit sinkenden Handelsumsätzen einher. Auch das bisher jüngste Allzeithoch vom Montag wurde begleitet durch weiter abnehmendes Marktvolumen. Laut Experten der Hessischen Landesbank (Helaba) sei dies ein Zeichen dafür, dass Investoren, die bisher nicht dabei waren, die vermeintlich hohen Kurse nicht mehr bezahlen wollten.

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