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02.01.2014

20:20 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Kursabschläge oder Rally?

Georgios Kokologiannis wundert sich nicht, dass sich Anleger von ihren Aktien trennen. Derweil weigert sich Kerstin Leitel, Gewinne mitzunehmen und Jürgen Röder fragt sich, ob jetzt die Wende bei Gold kommt.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Kurz vor dem Jahreswechsel war die Vorzugsaktie von Volkswagen erstmals über 200 Euro geklettert. Doch jetzt droht die Notierung wieder unter diese Marke zu rutschen. Dennoch verkneife ich es mir auch weiterhin, den hier aufgelaufen Gewinn zu realisieren.

Rund 30 Prozent Plus habe ich mit dieser Depotposition seit dem Kauf vor dreizehn Monaten bereits erzielt. Heute büßten die Papiere mit einem Minus von etwa zwei Prozent zwar deutlich stärker an Wert ein als die meisten anderen deutschen Standardwerte im Dax.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich glaube allerdings, dass die Anteilsscheine des größten europäischen Automobilkonzerns mittelfristig noch etwas Potenzial haben. Das sehen auch die meisten Experten so: Rund drei Viertel von 38 Analysten, die Volkswagen derzeit auf der Beobachtungsliste führen, raten laut einer Auswertung des Informationsdienstleisters Bloomberg zum Kauf der Aktie.

Im Schnitt erwarten die Fachleute auf Sicht von zwölf Monaten ein Kursziel von knapp 209 Euro.

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