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20.06.2013

20:34 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Langfristig glaube ich an steigende Börsen"

Weltweit gingen die Märkte heute auf Talfahrt. Kerstin Leitel wittert bereits neue Einstiegskurse. Georgios Kokologiannis schlägt schon jetzt zu und Jürgen Röder zieht schlussendlich die Reißleine. Die Musterdepots.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Es sind Tage wie diese, wenn Anlagezertifikate ihre Kritiker Lügen strafen: Während der Dax am Donnerstag um mehr als drei Prozent einbrach, verlor beispielsweise mein Dax-Bonuszertifikat nicht einmal halb soviel. Damit erfüllt es seinen Zweck: Es reduziert die Volatilität des Aktienanteils im Depot — im Gegenzug verzichte ich auf etwas Rendite, falls die Börsen irgendwann wieder stark steigen.

Viele selbst ernannte „Experten“ werden dennoch nicht müde, Zertifikate als Teufelszeug abzukanzeln. Teuer seien sie, intransparent, oder ganz plump: „einfach nur gefährlich!“ Das ist so pauschal wie falsch. Erfahrenen Anlegern bieten Zertifikate vielmehr Instrumente, um ihr Portfolio zu optimieren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die nutze ich auch jetzt wieder und erhöhe den Bestand an dem Dax-Bonuspapier (WKN: BP6UN0). Enttäuscht aufgenommene Signale zur Geldpolitik der US-Notenbank Fed sowie anhaltende Sorgen um China haben die Aktienmärkte weltweit zwar zuletzt deutlich belastet. Langfristig glaube ich aber weiterhin an eher leicht steigende Börsen - wenn auch unter zunehmenden Schwankungen. Für dieses Szenario ist das gewählte Dax-Bonuszertifikat sehr gut geeignet.

Es verfügt über einen entscheidenden Vorteil gegenüber einer Direktinvestition – beispielsweise mit Hilfe eines Indexfonds (ETF): Falls das deutsche Börsenbarometer anders als erhofft, den Rückwärtsgang einlegt, muss sich das nicht zwangsläufig auch im Depot niederschlagen. Denn solange der Dax nie bis auf die Schwelle von 7100 Punkte Punkten rutscht, werde ich zum Laufzeitende praktisch so gestellt, als habe der Aktienmarkt nur stagniert.

Verloren geht diese Schutzfunktion allerdings, falls der Dax bis Ende Dezember doch noch bis auf die entscheidende Schwelle einbricht. Dann fallen sogar etwa zwei Prozent mehr Verlust an als beim einfachen Indexfonds. Das ist der Preis für den Airbag gegen (kleinere) Börsenunfälle.

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

20.06.2013, 22:21 Uhr

Langfristig sind wir alle tot.

Account gelöscht!

20.06.2013, 22:56 Uhr

Gesundbeter aller Depots vereinigt Euch. Man muss halt auch wissen, wann man verkauft. Sonst werden die Gewinne zu Verlusten.

pool

20.06.2013, 23:01 Uhr


Im Deutschen reimt sich Geld auf Welt. Es ist kaum möglich, dass es einen vernünftigeren Reim gebe.
Georg Christoph Lichtenberg

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