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22.01.2014

19:38 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Leichtsinn kommt vor dem Knall

Georgios Kokologiannis warnt vor der aktuellen Sorglosigkeit der deutschen Anleger. Kerstin Leitel wird auf der Suche nach einem neuen Investment fündig. Und Jürgen Röder schlägt gleich doppelt zu. Die Musterdepots.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Da ich in den nächsten Monaten keine großen Kursgewinne beim deutschen Leitindex, auf der anderen Seite aber auch keinen großen Einbruch am Aktienmarkt erwarte, setze ich mit einer Kombination aus Bonuszertifikate (WKN: VZ1TT4) und Reverse Bonuszertifikate (WKN: UA9NC2) auf eine Seitwärtsbewegung.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dieses „marktneutrale“ Paar mit dem Dax als Basiswert ist für eine mehr oder minder große Seitwärtsbewegung gedacht, weil die jeweiligen Zertifikate unterschiedlich sind. Bonuszertifikate profitieren von steigenden Kursen, Reverse-Bonusprodukte hingegen von fallenden Notierungen. Mit dieser Kombination erziele ich eine Rendite von gut zehn Prozent, solange das deutsche Börsenbarometer bis zum Ende des Jahres zwischen den Marken 8100 und 11500 Punkten bleibt.

Diese ist bislang meine dritte Kombination dieser Art: Die erste konnte ich nach zwei Monaten mit einem deutlichen Plus verkaufen, die zweite nur mit Verlust, da der Dax im dritten Quartal rasant gestiegen ist. Doch eine Weiterführung der Rally erwarte ich nicht. Dafür zeigen viele marktechnische Indikatoren bereits eine leichte Überhitzung der Märkte an.

 

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