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13.08.2013

20:49 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Lukrativer Griff ins fallende Börsenmesser

Als die Anleger im Juni die Angst überkam, auch in Europa drohe plötzlich eine Zinswende, hielt Georgios Kokologiannis das für Unfug. Er setzte stattdessen auf den Eurostoxx – und macht nun Kasse.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Die Marke von rund 8440 Zählern ist offenbar eine hohe Hürde für den deutschen Leitindex. Wie bereits Anfang August konnte der Dax diese Marke auch am Dienstag nicht überwinden. 

Seit knapp einem Monat befindet sich das deutsche Börsenbarometer nun in einer recht engen Spanne zwischen 8200 und 8444 Zählern. Je länger sich der Index in einer solchen Spanne aufhält, umso wahrscheinlicher ist nachher ein dynamischer Ausbruch.  Wohin die Reise geht, ist für mich noch offen.

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Was für tiefere Kurse spricht: August, September und eventuell noch Oktober gelten als schwache Börsenmonate. Im Gegenzug sind viele Anleger laut Sentiment-Umfragen eher pessimistisch eingestellt. Angesichts einer Dax-Notierung knapp unter dem Allzeithoch verwundert mich das. Da pessimistische Investoren in der Regel bereits ihr Aktien verkauft oder gar auf fallende Kurse  gesetzt haben,  ist diese Einstellung eher ein Indiz für steigende Kurse.

Zumindest dürfte diese Tatsache ein deutliches Abrutschen verhindern. Ich bin gespannt, welche der zuerst genannten Marken der Dax überwindet.

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