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03.02.2013

09:58 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit Bankaktien hoch hinaus

Sie sind unbeliebt und wurden bei der Rally ausgelassen: die Bankaktien. Doch gerade deshalb könnten die Werte noch durchstarten. Um das Risiko der gebeutelten Aktien zu streuen hatte Jessica Schwarzer eine Idee.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Die Börsen setzen zur Rekordjagd an und eine Branche wurde dabei völlig übersehen: die Banken. Krisengeschüttelt, unter die Räder gekommen, unbeliebt – während viele Aktien ihre Rekordhochs bereits geknackt haben, notieren die meisten Finanzwerte noch weit unter ihren Höchstkursen. Ein Vermögensverwalter erzählte mir jüngst, er sehe deutliches Erholungspotenzial. Natürlich würden wir in naher Zukunft nicht unbedingt die alten Höchstkurse sehen, aber höhere Kurse wohl schon.

Auch ich glaube, dass die Banken ihre Hausaufgaben machen und dass die Börsianer das honorieren werden. Deshalb steige ich ein; ich kaufe Bankaktien. Damit das Risiko nicht zu hoch ist, habe ich mich für einen börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Fund, ETF) entschieden.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das ETF aus dem Hause iShares bildet die Entwicklung des Stoxx Europe 600 Banks ab. Im Index enthalten sind Branchengrößen wie die britische HSBC – mit einer Gewichtung von etwas mehr als 20 Prozent Indexschwergewicht –Barclays und Standard Chartered, die spanische Banco Santander, die französische BNP Paribas und Société Générale, die Schweizer UBS und die Credit Suisse sowie die Deutsche Bank.

In den vergangenen Monaten ist der ETF gut gelaufen. Allein im ersten Monat des Jahres ging es vier Prozent aufwärts, auf Sicht von sechs Monaten waren es sogar mehr als 30 Prozent.

Zum Vergrößern bitte klicken.

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Damit hinken die Banken vielen anderen Branchen hinterher, und zwar teilweise deutlich. Dafür gibt es natürlich gute Gründe – Stichwort Finanz- und Schuldenkrise.  Ich glaube aber, dass die Bankaktien noch Potenzial bieten. Auf weitere einzelne Finanzkonzerne zu setzen, ist mir allerdings zu gefährlich. Auch wenn meine Wette auf die Commerzbank bisher aufgegangen ist. Deshalb streue ich das Risiko mit dem ETF.

Kommentare (2)

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euroklopapier

03.02.2013, 15:07 Uhr

Bitte, lieber Gott, lass die Pleitebanken in den Untergrund verschwinden. Und alle die Bilanzfälschung betreiben ebenso!!!!!!!!!!!!

Hopfen_und_Malz

04.02.2013, 18:55 Uhr

"Ein Vermögensverwalter erzählte mir jüngst, er sehe deutliches Erholungspotenzial."
Sie machen (hoffentlich) Witze!?

"Auch wenn meine Wette auf die Commerzbank bisher aufgegangen ist."
So? Weder CoBa, noch Eon.
Die sind doch Mist!
Sagte ich bereits.

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