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15.08.2013

19:44 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit Disziplin zum Erfolg

Der Dax macht Sommerpause. Die künftige Richtung ist unklar. Jürgen Röder wappnet sich deshalb vorsichtshalber gegen eine längere Seitwärtsphase. Kerstin Leitel ist dagegen unschlüssig, wo sie jetzt investieren soll.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Der Dax macht offenbar Sommerpause. Zumindest ist für mich unklar, wie lange die Verschnaufpause dauert oder ob es möglicherweise abwärts geht. Ich versuche mit meiner bislang bewährten Konstruktion Bonus- und Reverse-Bonuszertifikat von einer eventuell länger anhaltenden Seitwärtsphase zu profitieren – quasi als Tagesgeldersatz mit einem höheren Risiko.

Durch diese Produktkombination erziele ich eine Jahresrendite von gut zehn Prozent, solange der Dax bis zum Laufzeitende Ende Juni 2014 in der Spanne zwischen 7000 und 9900 Punkten bleibt. Der Clou: Bleibt der Dax in seiner Seitwärtsphase, erziele ich bereits innerhalb von wenigen Tagen einen kleinen Gewinn – auch abzüglich der Transaktionskosten. 

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Denn Bonuszertifikate profitieren von steigenden Kursen, Reverseprodukte von fallenden Notierungen. Und solange der Dax während der Laufzeit in dieser Spanne bleibt, steigt – vereinfacht formuliert – der Gesamtkurs  der beiden Produkte. Ganz so trivial ist es nicht. Aber auch wenn es deutlich abwärts gehen sollte, kann ich jederzeit ohne nennenswerte Verluste aussteigen.

Aber diese beiden Positionen werde ich wieder verkaufen, wenn der Dax seine Sommerpause beendet. Verkauft habe ich meinen börsengehandelten Indexfonds auf den MSCI World Index mit knapp 15 Prozent.

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