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27.01.2013

09:54 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit einem Geheimtipp durchstarten

Schon mal was von Francotyp-Postalia gehört? Die Aktie des Frankiermaschinen-Herstellers klingt unsexy, soll jedoch das spekulative Depot von Jessica Schwarzer aufpolieren. Frank Wiebe warnt vor der „Bullenfalle“.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Mein Konto ist immer noch prall gefüllt. Zeit weitere Investments einzugehen. Schließlich bringt das Geld auf dem Konto keine Rendite. Doch wohin mit dem Geld? Tipps, was ich mir ansehen oder am besten gleich kaufen sollte, bekomme ich viele, seit es mein spekulatives Musterdepot gibt. Viele habe ich verworfen, so manchem bin ich – wie im Fall von Facebook – gefolgt.

Das tue ich auch jetzt wieder: Francotyp-Postalia wurde mir wärmstens ans Herz gelegt. Ein Spezialist für Frankier- und Kuvertiermaschinen, das klingt erst einmal ziemlich unsexy, ein bisschen nach alter Welt.

Das müssen sich auch viele Börsianer denken, die das Papier eher meiden. Auf Sicht von einem Jahr hat die Aktie gerade mal zehn Prozent zugelegt und dieses Kursplus hat sie genau genommen auch seit Anfang Januar eingefahren.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch für das Papier spricht einiges: Die Geschäfte laufen gut, neue Umsatzbringer sind absehbar. So sollen beispielsweise elektronische Frankiermaschinen in den italienischen Markt eingeführt werden. Francotyp-Postalia  ist aber längst mehr, als ein Hersteller von Frankiermaschinen, sondern hat sich zu einem Mail-Management-Anbieter für den Postausgang entwickelt. Für Kursfantasie sorgt auch eine mögliche Dividendenzahlung für das Jahr 2013, die der Vorstand in Aussicht gestellt hat.

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Auch die wenigen Analysten, die den Wert beobachten, heben den Daumen: Gerade erst hat MM Warburg die Kaufempfehlung bestätigt. Das Kursziel liegt bei 5,70 Euro. Ich habe die Aktie für 2,72 Euro eingesammelt. Auch Hauck & Aufhäuser rät Francotyp-Postalia zu kaufen – Kursziel fünf Euro. Mal sehen, ob die Experten – und mein Tippgeber – Recht behalten.

Kommentare (1)

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27.01.2013, 13:31 Uhr

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