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07.04.2013

11:59 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit Gold-Investment aufs Ganze gehen

Die Richtung des Goldpreises bleibt für Investoren ein Rätsel. Jessica Schwarzer hat eine ganz heiße Wette gestartet und einen Optionsschein auf Gold gekauft. Dabei kann sie viel gewinnen, aber auch viel verlieren.

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Erleben wir gerade das Ende der jahrelangen Gold-Rally? Vieles spricht dafür, aber auch einiges dagegen. Die Argumente sind bekannt. Mal sehen, ob am Ende die Optimisten oder die Pessimisten Recht haben.

Der Absturz der vergangenen Wochen war auf jeden Fall heftig: Seit Jahresbeginn hat der Preis um mehr als acht Prozent nachgegeben. Fast 20 Prozent hat Gold damit seit seinem Rekord aus dem September 2011 verloren. Eigentlich eine klares Zeichen für den Beginn eines Bärenmarktes. Doch ganz so pessimistisch bin ich nicht.

Charttechnisch sieht es auch gar nicht so übel aus: Experte Gregor Bauer geht davon aus, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten im Korridor zwischen 1.500 und 1.900 US-Dollar schwanken wird.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Für mich Grund genug, eine ganz heiße Wette einzugehen: Ich habe einen Inline-Optionsschein der Société Générale mit sehr kurzer Laufzeit gekauft. Die Schwellen liegen bei 1400 und 2000 US-Dollar. Die maximale Rendite beträgt bei einem aktuellen Goldpreis von 1554 Dollar mehr als 40 Prozent pro Jahr. Allerdings läuft das Zertifikat nicht mehr sehr lange. Bewertungstag für die Rückzahlung ist der 14. Juni.

Falls der Goldpreis bis dahin allerdings nur einmal eine der beiden Schwellen berührt, ist das Produkt wertlos. Eine extrem spekulative Wette also. Und deshalb investiere ich auch nur 2000 Euro, also gut zwei Prozent meines virtuellen Vermögens. Ab heute werde ich täglich auf den Goldpreis starren und die Reißleine ziehen, sobald sich das Edelmetall einer der beiden magischen Marken nähert.

Kommentare (12)

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puenktli

07.04.2013, 13:00 Uhr

Leider hat die Dame nichts verstanden. Ein Gold-Versprechen ist wertlos. Was zählt, ist physisches Gold im eigenen Besitz. Viel Spass beim Absturz!

VerlorenImTrendKanal

07.04.2013, 16:44 Uhr

"Aufs Ganze gehen" mit Goldzertifikat (einer Versprechung der Bank) meine Güte was für einen Haufen Amateure. Gott bewahre den Anleger. Und die technische Analyse können Sie in der Pfeife rauchen, sie ist zu jeglicher Art von Prognose unbrauchbar.

Ohweiohweiohwei

07.04.2013, 17:06 Uhr

Ich gehe lieber ins Spielkasino! Das ist seröser als irgend eine Anlage von einer Bank zu kaufen! Die einzige wahre Investition ist physisches Gold und Silber! Alles, was man auf einem Konto sichtbar ist wartet darauf vom Finanzamt, der Bank selber oder vom Staat gestohlen zu werden.

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