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16.06.2013

15:43 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit Kursverlusten richtig umgehen

Unsere drei Redakteure reagieren ganz unterschiedlich auf die Börsenschwankungen. Jürgen Röder sucht Einstiegschancen, Kerstin Leitel will gelassen bleiben, und Georgios Kokologiannis schützt sich mit Zertifikaten.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Es mehren sich die optimistischen Stimmen für den Aktienmarkt: Für Julius Bär dürfte die „gröbste Anpassung vorbei sein“. Die Fondsboutique Bantleon glaubt, dass der Dax zunächst einmal weiter steigen wird, die 9.000-Punkte-Marke oder sogar mehr würden durchaus im Bereich des Möglichen liegen. 

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch ich bin vorsichtig optimistisch: Bereits zum zweiten Mal in diesem Monat haben die Anleger verstärkt zugegriffen, als der deutsche Leitindex im Bereich der 8.000-Punkte-Marke notierte. Und damit eine wichtige Unterstützungslinie für die nächsten Handelstage markiert.

Eine weitere wichtige Marke ist auch noch die derzeit steigende 200-Tage-Durchschnittslinie. Derzeit liegt sie bei zirka 7.700 Punkten. In den vergangenen Monaten hat sich der Dax-Chart zweimal dieser Linie angenähert, um anschließend wieder steil nach oben zu steigen. Das könnte auch in den kommenden Wochen oder Monaten wieder der Fall sein. Was natürlich eine sehr gute Einstiegschance wäre – falls der Dax wieder von dieser Linie nach oben abprallen sollte.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

16.06.2013, 22:07 Uhr

Depots, die in relativen Hochphasen angelegt worden sind, haben alle Eines gemeinsam. Sie werden nix. Sie brauchen jeden kleinen Kurshüpfer nach oben, um ein paar mickrige Prozente auszuweisen. Geht der Hüpfer wieder nach unten, ist die Miniperformance wieder im Eimer

Freddy

17.06.2013, 06:40 Uhr

So ein Blödsinn, wenn der DAX Ende des Jahres bei 9000 ist, war das genau richtig!! Das Top der Indizes sieht man immer erst im nachhinein...alles möchtegerne unsinniges Gequatsche.

keep_it_simple

17.06.2013, 07:46 Uhr

Derivate anstatt die tatsächlichen Aktien zu kaufen. Da wird mir ganz anders. Das liest sich ja eher wie die Apothekenumschau für die Finanzbranche.

Am meisten kann ich noch Frau Leitls Motto abgewinnen. Auch wenn ein fast 100%iges Aktiendepot nicht mehr als konservativ zu bezeichnen ist, verfolgt sie wenigstens konsequent eine Art Strategie.

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