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03.06.2013

09:39 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit langweiligen Aktien gute Gewinne gemacht

Frank Wiebe war auf der Suche nach einer wahren Value-Geschichte. Unter den Mauerblümchen ist er fündig geworden. Bei der RWE-Aktie lernt er: Schlimmer geht immer. Kerstin Leithel versucht es mit klugen Sprüchen.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Ich hatte mir für mein Depot eine klassische Value und Dividendenstrategie vorgenommen. Das ist in gewissen Grenzen auch aufgegangen – begünstigt allerdings durch einen insgesamt gut laufenden Aktienmarkt in den USA. Meine stärksten Werte waren Bank of America und Western Union. Bank of America ist ein Wert, der angeschlagen und unterbewertet war – eine klassische Value-Geschichte.

Ähnlich Western Union: Mir ist aufgefallen, dass da Bewertung und Dividendenrendite attraktiv sind. Die Aktie ist nicht besonders sexy, und die Frage steht im Raum, ob das Unternehmen nicht durch modernere Konkurrenten wie Paypal allmählich an die Wand gedrückt wird. Das führte aber auch dazu, dass die Aktie recht billig zu haben war und beim Aufschwung an der Börse gut mitgeschwommen ist. Ich glaube auch, dass wegen der hohen Migration weltweit solche Firmen noch eine Menge Potenzial haben.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Beim Vergleich von Apple und Samsung habe ich mich für Samsung entschieden. Apple habe ich erst vor kurzem nach dem Fall gekauft – bisher hat das noch nichts gebracht, aber die Zeit ist kurz, um zu beurteilen, ob das ein Fehler war. Die einzige wirklich schwache Aktie ist RWE. Die war schon so heruntergeprügelt, dass ich dachte, viel schlimmer kann es nicht mehr werden – kam es aber. Die relativ hohe Dividendenrendite federt aber aber den Verlust etwas ab.

Der größte Fehler war wohl, dass ich nur einen Teil des Geldes investiert habe. Im Börsenaufschwung wäre eine niedrigere Cash-Quote besser gewesen. Aber ich war nie optimistisch genug, einen herben Rückschlag auszuschließen.

Kommentare (3)

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03.06.2013, 18:19 Uhr

@Frank Wiebe: Was heißt "habe ich mich für Samsung entschieden." Noch sind beide Werte im Depot?

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03.06.2013, 18:21 Uhr

@Kerstin Leitel: Dieser Artikel kann doch nicht Ihr Ernst sein?

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03.06.2013, 18:27 Uhr

@jessica Schwarzer: Ich wünsche Ihnen mehr Erfolg bei Ihrem privaten Engagement an der Börse. Übrigens: Auch Apple könnte theoretisch ein Dividendenaristokrat werden. Das wird man erst in 24 Jahren wissen; der Kurs wird 100%-ig noch einmal deutlich höher als heute sein.

Das als kleiner Tipp zum Abschied. Schade, jetzt kann ich nichts mehr bei Ihnen lernen...

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