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12.11.2013

19:46 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mit Versorgern spekulieren

Trotz möglicher EEG-Änderungen setzt das spekulative Depots weiterhin auf Eon, in der Hoffnung, dass der Konzern glimpflich davonkommt. Unterdessen freut man sich bei der Deutschen Post auf Weihnachten.

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online. Pablo Castagnola

Jürgen Röder ist Finanzredakteur von Handelsblatt Online.

Einen glücklichen Einstieg hatte ich mit dem Kauf der Aktie Heidelberger Druckmaschinen. Am Mittwoch vergangener Woche für 2,30 Euro das Stück gekauft, notiert der Titel nun bei 2,75 Euro – ein Plus von fast 20 Prozent innerhalb einer Woche. Den Stop Los ziehe ich nun auf ungefähr 2,50 Euro hoch, damit ich keinen Verlust mit den Aktien erziele. 

Jürgen Röder

Die Strategie

Meine Strategie ist kurz- oder mittelfristig angelegt. Ich versuche aktuelle Chancen an den Märkten zu nutzen, ohne das Risiko aus den Augen zu verlieren. Ich kaufe nur, wenn ich mit meinem Investment die Chance auf eine jährliche Rendite von mindestens acht, besser zehn Prozent habe. Ich lege aber auch vorher den maximalen Verlust meines Investments fest.

Der Redakteur

Seit mehr als 30 Jahren beschäftige ich mich mit den Finanzmärkten – zunächst privat, später beruflich als Handelsblatt-Redakteur. Meine Spezialität sind Anlagezertifikate, mit denen ich meist das Risiko gegenüber einem Direktinvestment reduziere. Mein Depot ist das spekulative.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Im Gegenzug gerieten die Versorger-Aktien unter Druck. Dadurch liegt mein Bonuszertifikat auf Eon, das ich vor zwei Wochen gekauft habe, mit ein Prozent im Minus. Mit dem Bonuszertifikat erhalte ich mindestens 16 Euro pro Stück zurück, solange während der gesamten Laufzeit bis Ende Juni 2014 die Aktie niemals auf 11,50 Euro oder darunter fällt. Bei dem derzeitigen Kurse wäre das eine Jahresrendite von mehr als 20 Prozent.

Meiner Meinung nach dürften die Versorgeraktien im nächsten Jahr eine sehr gute Performance erzielen. Allein schon aus politischen Gründen. Hannelore Kraft, NRW-Ministerpräsidentin, wird schon die Energieriesen Eon und RWE in ihrem Bundesland unterstützen.

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