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14.01.2014

19:57 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Mitnehmen, was geht

Ein Analystenkommentar drückt die Aktie von VW im konservativen Depot und auch die Wall Street sendet Warnsignale. Die Handelsblatt-Strategen setzen auf vorsichtige Aktienwahl und eine defensive Depot-Strategie.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Huch, was ist denn das? Ein negativer Analystenkommentar zu VW? Jawohl: Die UBS hat die Aktie auf „Verkaufen“ abgestuft. Das Kursziel wurde auf 180 Euro festgelegt. Die Aktie reagierte deutlich: Mit einem Minus von zeitweise über zwei Prozent zählte VW zu den größten Verlierern am Aktienmarkt (der allerdings auch abrutschte).

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die jüngste Kurserholung zeige die hohen Markterwartungen hinsichtlich des Gewinnbeitrags der Querbaukasten-Plattform MQB, heißt es in der Studie. Während er durchaus eine Verbesserung der Gewinnlage erwarte, sorge ihn der hohe Kapitaleinsatz im operativen Geschäft, schreibt der Analyst. Er ziehe die Aktien von Daimler und BMW vor. Das gefällt mir natürlich gar nicht - die VW-Aktie gehörte bislang zu den großen Gewinnern in meinem Depot.

Mit seiner Verkaufsempfehlung ist UBS auch in der Minderheit: Bislang haben 40 Analysten die VW-Aktie zum Kauf empfohlen, zehn stufen das Papier mit „Neutral“ ein – und es gibt eine einzelne Verkaufsempfehlung. Sicher, das ist keine Garantie für steigende Kurse. Aber ich steige jedenfalls noch nicht aus.

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