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28.11.2013

20:30 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Nur positive Nachrichten zählen

Kerstin Leitel sagt, „Adieu“, Jürgen Röder wundert sich, wie sich die Zeiten an den Börsen ändern können, und Georgios Kokologiannis fühlt sich gewappnet gegen die zu erwartenden Kurskorrekturen beim Dax und Dow Jones.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Nun ist es so weit: Novo Nordisk werden verkauft. Die Aktie hatte gerade deutlich zugelegt, um über zwei Prozent ging es nach oben. Das hat mich auch sehr gefreut, aber ich hätte gern gewusst, warum. Doch das dänische Unternehmen steht nicht gerade im Scheinwerferlicht, und ich habe in den Nachrichten keinen Grund für das Kursplus gefunden.

Nachdem die Aktie seit meinem Einstieg lange im Minus notierte, war damit die Zeit gekommen, „Adieu“ zu sagen. Und was soll ich mit einer Aktie, deren Kursbewegungen ich schlecht einordnen kann?

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ich halte es immer noch für eine gute Idee, auf Unternehmen zu setzen, die von langfristigen Entwicklungen profitieren (wie der Verbreitung von Diabetes), aber vielleicht war Novo Nordisk da nicht der richtige Weg.

Novo Nordisk war der einzige Kauf, der immer wieder im Minus lag. Ich habe zwar einen langen Atem, aber ich will beim Blick in mein Depot auch nicht immer rote Zahlen sehen. Unter dem Strich habe ich nun immerhin ein kleines Plus erzielt.

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