Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2013

20:49 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Problemaktie mit drei Großbuchstaben

Die Aktie eines im Dax notierten Energieversorgers verhagelt die Depotbilanz von Georgios Kokologiannis, Jürgen Röder setzt weiter auf Derivate, und Kerstin Leitel hält trotz Kursrutsch an ihren Talanx-Aktien fest.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Mein Depot leidet unter einem Problem mit drei Großbuchstaben: RWE. Die Aktien des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns befinden sich seit Monaten im Sinkflug. Auch seitdem sie Anfang des Jahres ins ausgewogene Portfolio aufgenommen wurden, haben sie immer weiter verloren: etwa ein Fünftel ihres Werts. Zuletzt sogar vier Tage in Folge.

Über 900 Euro hat mich dieses Engagement bisher gekostet. Ohne diese Position läge die Gesamtrendite des ausgewogenen Muster-Portfolios jetzt also bei fast sechs Prozent, statt knapp fünf.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Hier hätte ich bereits früher die Reißleine ziehen müssen. Stattdessen habe ich wie viele andere auf den Turnaround gesetzt – so wie beispielsweise die Analysten der US-Investmentbank Morgan Stanley: Bis am Dienstag stand RWE auf ihrer Liste der „best ideas“. Doch jetzt fliegen sie aus der Top-Auswahl.

Ich gebe der Aktie noch eine letzte Chance. Sollte sie aber die nächste Aufwärtsbewegung an der Börse nicht mitmachen, fliegt sie auch aus meinem Depot. Das wäre für mich ein weiterer Hinweis darauf, dass Anleger ihren Glauben an den Dax-Wert endgültig verloren haben.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

02.07.2013, 21:14 Uhr

Das die RWE aber schon seit 07 im Abwärtstrend ist dürfte bekannt sein.Aber na ja unter 12,50 würde ich zukaufen.Der Kurs der RWE hätte dann sein 88-er Niveau zur DAX-Gründung erreicht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×