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30.10.2013

20:25 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Quartalssaison wirbelt Depots durcheinander

Die deutsche Berichtssaison ist im vollen Gange. Während Kerstin Leitel von positiven Zahlen profitiert, muss Georgios Kokologiannis herbe Verluste verkraften. Jürgen Röder verbucht unterdessen eine Nullrunde.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Es ist wirklich unglaublich, was für Kurssprünge die VW-Aktie macht. Nach Vorlage des Quartalsberichts ging es zeitweise um fünf Prozent nach oben - was natürlich auch meinem Depot guttat. Seit meinem Einstieg vor fast einem Jahr ist bei der VW-Position nun ein Kursgewinn von rund 17 Prozent angefallen, auch wenn die Aktie zwischenzeitlich sogar im Minus lag.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Aussichten sind offenbar weiter gut: Die überwiegende Mehrheit der Analysten zum Kauf der Aktie. Im Durchschnitt ihrer Prognosen trauen 61 Aktienexperten dem Papier einen Anstieg auf rund 205 Euro zu, was noch einem Potenzial von über zwölf Prozent entspräche.

Allerdings warnte VW-Chef Martin Winterkorn (wieder einmal), dass die für 2014 gesteckten Ziele sehr ambitioniert seien. VW stehe jedoch zu seiner Prognose, wonach der Konzern im laufenden Jahr mehr Fahrzeuge verkaufen und den Umsatz steigern will. Der Betriebsgewinn soll die im Vorjahr erzielten 11,5 Milliarden Euro wieder erreichen. Der Rest des Jahres könnte also nicht leicht werden. Ich habe auch schon Gewinne eingestrichen und einen Teil der VW-Aktien vor einigen Wochen verkauft. Deswegen will ich nun nicht weiter abbauen.

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