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14.05.2013

18:39 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Raus aus deutschen Aktien?

Die Kurse an den Börsen steigen. Experten raten dennoch zur Vorsicht, speziell bei deutschen Aktien. Wie soll man als langfristiger Anleger mit entsprechenden Positionen reagieren? Etwa mit einem Blick nach Kabutocho.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Düsseldorf„Die Welt ist schon seltsam“, schreiben die Experten von Axa Investment Managers. „Im letzten Monat waren die Konjunkturdaten durchweg schwach, aber die Aktienmärkte sind enorm gestiegen“. Wie wahr. Mittlerweile ist der Anstieg des Dax etwas ins Stocken geraten, was nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Woche auch nicht überrascht.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Axa-Experten raten aber zu Vorsicht: Zwar stehen sie Aktien an sich positiv gegenüber, aber die Perspektiven für Titel aus der Eurozone und speziell deutsche Papiere schätzen sie schlechter als in anderen Regionen. Die jüngsten Konjunkturdaten sprächen für einen unerwartet starken Wachstumsrückgang, erklären sie. Zudem gebe es vor den deutschen Bundestagswahlen Unsicherheiten. Sie raten dazu, die Gewichtung deutscher Aktien auf neutral zurückzufahren.

Tja, wie sollte ich als langfristiger Investor mit vielen deutschen Aktien im Depot darauf reagieren? Auf jeden Fall sollte ich mir genau überlegen, ob und welchen Titel ich mir noch ins Portfolio lege. Favorit der Anlageexperten sind übrigens japanische Aktien. Da werde ich demnächst wohl mal einen genauen Blick nach Kabutocho werfen...

Kommentare (5)

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ArthurDent

14.05.2013, 18:52 Uhr

Sie drei Nachplapperer können ja aussteigen und Gewinne mitnehmen, speziell aus deutschen Aktien, wenn es wirklich etwas mitzunehmen gibt. Das sieht bei allen Drei noch nicht so aus.

Gutes Blubbern weiterhin. Sorry, aber Sie laden zur Häme ein.

Account gelöscht!

14.05.2013, 19:14 Uhr

Zustimmung!
Wenn man sich die Einzel-Werte anschaut, dann gibt es bei vielen Aktien noch lange nichts mitzunehmen.
Ich verstehe auch nich, warum man hier immer vom Dax-Performance-Index spricht, in dem ja die Dividenden addiert wurden.
Richtig ist, sich mit den Dax-Kurs-Index zu beschäftigen. Hier sind die Dividenden nicht enthalten und man sieht, das die der Dax noch 20% unter 2008 steht.

ernstl

14.05.2013, 21:11 Uhr

auch sehr lustig sind die bezeichnungen der depots... ein beinahe reines aktienportfolio wie das von frau leitel als "konservativ", egal wie solide die unternehmen sind, zu bezeichnen, zeugt von gröbster unkenntnis...

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