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04.04.2013

19:12 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

„Raus aus Gold, rein in Aktien“

Seit der Schuldenkrise gilt Gold als die ultimative Krisenwährung schlechthin. Doch mittlerweile haben Anleger einen neuen Liebling. Jessica Schwarzer fragt sich bereits: War's das mit der jahrelangen Gold-Rally?

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

Raus aus Gold, rein in Aktien scheint derzeit die Devise zu lauten. Der Goldpreis fällt seit Tagen, am Donnerstag rutschte er sogar auf ein Zehn-Monatstief ab. Die Inflationsangst der Anleger würde schwinden und der Dollar sei wieder erstarkt, begründen Händler den Preisrückgang.

Seit dem Rekordschlusstand im September 2011 bei 1900,23 Dollar hat der Goldpreis fast 19 Prozent verloren. Damit nähert sich der Preis der Feinunze einem Rückgang von 20 Prozent an, und das wäre qua Definition der Beginn eines Bärenmarkts.

Jessica Schwarzer

Die Redakteurin

Das Auf und Ab an der Börse, Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen - das beschäftigt mich seit Jahren. Nicht nur als Finanzredakteurin, auch privat. Für Handelsblatt Online schreibe ich regelmäßig über Trends an den Märkten und darüber, wie Anleger diese umsetzen können. Mein Depot ist das spekulative.

Die Strategie

Spekulativ bedeutet für mich nicht, wild zu zocken, sondern Chancen zu nutzen. Natürlich muss ich dafür entsprechend höhere Risiken eingehen. Um diese Risiken halbwegs unter Kontrolle zu behalten, setze ich in meinem Musterdepot auf breite Streuung. Konkret heißt das beispielsweise, dass ich zwar auf Anleihen mit schwächerer Bonität, also Junk Bonds, oder Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern setze, aber dazu einen entsprechenden ETF wähle. Einzeltitel, Zertifikate und vielleicht auch Hybridanleihen mische ich bei.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Erleben wir gerade das Ende der jahrelangen Gold-Rally? Immerhin hat das gelbe Edelmetall seit 2001 bis 2012 Jahr für Jahr kontinuierlich zugelegt. Vielleicht sind das aber auch Einstiegspreise für konservative Anleger wie meine Kollegin Kerstin.

Derzeit stehen also Aktien hoch in der Gunst der Anleger. Das tut meinem Depot natürlich gut. Es erholt sich weiter. Auch die zuletzt gebeutelten Bankaktien – die Commerzbank-Aktie hat in den vergangenen vier Wochen fast 20 Prozent verloren, das ETF auf europäische Banken knapp vier Prozent – machen Boden gut.

Kommentare (1)

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Michael

04.04.2013, 19:41 Uhr

Morgen entscheidet sich für mich, ob ich noch einmal kräftig bei Silber nachlange oder nur kleine portionen.
Ich wäre nur froh, wenn ich so eine psychologische Sicherheit auch bei Gold hätte, aber da werd ich dann einfach sehen müssen. Soweit habe ich, als jemand der nahezu garkeine Ahnung von der Materie hat und sich nur in alle Richtungen beliest, scheinbar recht Glück gehabt.

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