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20.10.2013

12:31 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Rendite bei stagnierenden Märkten

Zwei Anleger-Typen, eine Strategie: Georgios Kokologiannis und Jürgen Röder haben Reverse Bonus-Zertifikate im Blick. Doch zumindest bei einem der beiden gibt es auch einen Grund, nicht auf dieses Investment zu setzen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfIch spiele mit dem Gedanken meine Reverse Bonuszertifikate aufzustocken, denen sinkende Aktienkurse nichts anhaben können (WKN: TB58NW). Die Funktionsweise: Solange der Dax bis Mitte Dezember nie auf 9400 Punkte steigt, erziele ich einen Ertrag von derzeit rund 3,8 Prozent. Das entspricht einer Jahresrendite von über 17 Prozent. Verluste drohen erst, falls der Leitindex über die 9400er-Marke klettert.

Was für einen Zukauf spricht: Auch wenn ich langfristig an steigende Notierungen glaube - den jüngsten Kursschub des Dax auf ein Rekordhoch von weit über 8800 Punkte halte ich zum jetzigen Zeitpunkt für eine Übertreibung.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Was dagegen spricht: Schon jetzt liegt der Ertrag meines Depots über meiner anvisierten Zielspanne. Langfristig versuche ich im Schnitt sechs bis acht Prozent Rendite im Jahr zu erreichen – bei gleichzeitig deutlich niedrigerer Wertschwankung meines Depots als der Gesamtmarkt.

Knapp ein Jahr nach Auflegung des Portfolios ist die Rendite mit über zehn Prozent bereits zweistellig, die Volatilität wie geplant durchgängig niedriger als beim Vergleichsindex Stoxx 50. Warum also unnötige Risiken eingehen?

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