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16.07.2013

20:17 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Rohstoffe werden interessant

Anlageprodukte mit Rohstoffen haben Anlegern dieses Jahr wenig Freude bereitet. Doch nachdem die Preise so gefallen sind, könnte ein Einstieg wieder interessant werden. Gibt es einen neuen „Super-Zyklus“?

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Glücklich schätzen dürfen sich Anleger, die in den vergangenen Jahren keine Rohstoff-Fonds oder -Zertifikate im Portfolio gehalten haben. Die Produkte haben sich lange Zeit enttäuschend entwickelt. Denn nach der Finanzkrise konnten die Notierungen der meisten Industrie- und Agrarrohstoffe in der Regel nicht mehr an ihre alten Höchststände anschließen. Auch in den vergangenen Quartalen ging es meist bergab.

Die einst viel gepriesene Anlageklasse ist bei den meisten Experten mittlerweile in Ungnade gefallen. „Der Superzyklus bei Rohstoffen ist vorbei“, meinten kürzlich beispielsweise Fachleute der UBS.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch nachdem sich Investoren im großen Stil von ihren Positionen getrennt haben, gibt es auch wieder erste Gegenstimmen. So sprechen jetzt Analysten von JP Morgan zum ersten Mal seit September 2010 eine Empfehlung zum Übergewichten von Rohstoffen aus: Viele Preise hätten inzwischen so starke Verluste hinnehmen müssen, dass die Förderer ihre Produktion zurückfahren. Das könne zu Angebotsverknappungen führen und eine Preiswende einleiten. Es gelte wachsam zu sein und die Gunst der Stunde zu nutzen.

Eine schlüssige Argumentation, wie ich finde. Es könnte sich lohnen, das ein oder andere Produkt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

16.07.2013, 22:55 Uhr

Hmmmmm: Die Preise werden vermutlich steigen, als Beleg dafür hat Bosch gerade Kurzarbeit angekündigt. Ein UBS Fonds für seltene Erden wurde vor einem halben Jahr empfohlen, weil nach 50% Preisrückgang eine gute Einstiegsbasis gegeben ist. Ohne Fundamentaldaten hält man sich besser an die Regel nicht in ein fallendes Messer zu greifen. Charts und Trends mögen ihre Berechtigung haben. Aber nicht im kurzfristigen Bereich! Für den ist nämlich das Spielkasino zuständig. Und hier gewinnt bekannterweise die Bank.

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