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05.12.2012

21:03 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

Samsung vs. Apple – 1:0

Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe kann sich glücklich schätzen. Samsung konnte im Patentstreit mit Apple einen Etappensieg erzielen. Das hilft der Aktie – und seinem Depot.

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent. Jens Dietrich

Good Bye: Frank Wiebe, Korrespondent in New York, verabschiedet sich beim spekulativem Depot mit einer Rendite von 8,1 Prozent.

Am Mittwoch hat vor allem die Aktie von Apple eine Belastung für die US-Börse dargestellt. Der Kurs ging deutlich zurück. Grund dafür ist eine neue Anhörung vor Gericht am Donnerstag, dabei geht es um einen Streit mit Samsung. Offenbar haben die Anleger Angst, dass die Koreaner einen Punkt machen könnten. So gesehen kann ich bisher mit meiner Wahl ganz zufrieden sein: Ich habe ja Samsung im Depot, und die zeigen eine recht erfreuliche Entwicklung.

Frank Wiebe

Der Redakteur

Mit Finanzthemen beschäftige ich mich seit mehr als 30 Jahren - lange Jahre von Deutschland aus, seit November 2012 von New York aus. Vor meiner Zeit als Journalist habe ich einige Jahre in einer großen Bank gearbeitet und war dort auch an Aktienemissionen beteiligt.

Die Strategie

Chancenorientiert heißt für mich vor allem, die Chancen von Unternehmen zu nutzen. Ich kaufe daher in erster Linie Aktien mit einer langfristigen Perspektive. Dazu kommen auch Anleihen, um die Risiken besser zu verteilen. Ich werde eher direkt einzelne Papiere kaufen als indirekt über Fonds und Zertifikate zu gehen, weil das einfacher nachzuvollziehen ist und damit die Transparenz erhöht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Der Streit zwischen den beiden Giganten macht aber deutlich: Für Anleger sind die Folgen von Prozessen inzwischen schon ein eigener Risikopunkt geworden, der sich mit Marktkenntnis allein nicht ausmerzen lässt. Und er betrifft besonders die schönen großen Tech-Aktien dieser Welt - wie Apple, Samsung, Google, Facebook und Microsoft.

Denn dort streitet fast jeder gegen jeden. Und es geht um viel Geld: Wenn es auch nur gelingt, bei der Konkurrenz die Einführung eines wichtigen Produkts in einem lukrativen Markt für einige Monate zu verzögern, dann verschafft das unter Umständen enorme Vorteile. Denn diese sehr von schnelllebigen Moden getriebenen Märkte funktionieren nach dem Betrieb: Der Gewinner bekommt alles. Er bekommt zwar nicht den ganzen Umsatz, aber häufig tatsächlich die Gewinne, die man nur mit den "heißen" Produkten erzielen. Wer zu spät kommt, den bestraft der Markt mit schlechten Margen - dort greifen nur noch die Kunden zu, die auf den Preis achten.

Kommentare (1)

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06.12.2012, 11:03 Uhr

Falls APPLE zu dem Entschluss gelangt auf einen Teile seiner Marge zu verzichten, dann wird es für Samsung und Genossen dunkel, weil sie teilweise schon zu Dumpingpreisen verkaufen. Die fahren schon auf der Felge und APPLE hat ein fettes Polster. Die Anwälte fressen sich gerade eins an ;–)

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