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21.10.2013

20:07 Uhr

Drei Strategien, drei Depots

SAP-Aktien sorgen für viel Freude

Die Papiere von SAP haben Kerstin Leitel Freude bereitet. Einige Anleger hatten mit dem Aufschwung nicht gerechnet. Seit dem Kauf im November steht die Aktie zwar noch im Minus, doch Leitel hält an der Position fest.

Kerstin Leitel Bert Bostelmann für Handelsblatt

Kerstin Leitel

Über meine SAP-Aktien habe ich mich schon oft geärgert, am Montag haben sie mir mit ihrem Anstieg von teilweise mehr als acht Prozent aber Freude gemacht. Dabei waren die Quartalszahlen der Softwareschmiede unter dem Strich gar nicht so berauschend; so stieg der Umsatz im Jahresvergleich um lediglich zwei Prozent. Dabei bremste nach Angaben des Konzerns der stärkere  Euro vor allem die Umsätze in den USA und in Japan. In Asien hat SAP nach einem enttäuschenden ersten Halbjahr seine Schwäche aber augenscheinlich überwunden.

Kerstin Leitel

Die Redakteurin

Kerstin Leitel arbeitet für die Finanz-Zeitung des Handelsblatt und berichtet vor allem über die Versicherungsbranche.

Die Strategie

Ich will kein Geld verlieren, mit dieser Maxime gehe ich an den Start. Ein ausgewogenes Depot ist für mich wichtig, Anleihen sollen deswegen auch im Portfolio sein. Von Derivaten versuche ich mich allerdings fernzuhalten, was ich nicht verstehe, das kaufe ich nicht. Schließlich lässt sich auch mit Titeln aus Dax und MDax gutes Geld verdienen. Einen Kursrutsch kann ich aussitzen – wenn es anschließend wieder hoch geht. Das kann mir zwar keiner garantieren, aber schließlich versuche ich auf solide Unternehmen zu setzen, die nicht von einem Windhauch aus der Bahn geworfen werden. Und letztlich ist für mich wichtig, wie das Depot zum Kassensturz aussieht.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

An seinem Jahresziel hält der Konzern fest. Einige Anleger hatten damit wohl nicht gerechnet, das jedenfalls nannten Händler als Begründung für den Kursanstieg. Analysten reagierten prompt mit positiven Studien und einige Banken erhöhten die Kursziele für die Aktie. Seit meinem Kauf im November steht sie  zwar immer noch im Minus, aber wusste schon damals, dass die Aktie kein Schnäppchen ist.

Da sich der Wind für den Titel jetzt möglicherweise gedreht hat, halte ich an der Position fest. Positiv stimmt mich dabei auch, dass sich die Bereiche Cloud Computing und die superschnelle Datenbanktechnologie Hana bei SAP wie geplant entwickeln. Und diese beiden Bereiche gehören schließlich zu den Wachstumsfeldern, mit denen sich viele Hoffnungen verknüpfen. 

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